sudo im Terminal aktivieren


Unter Ubuntu ist die sudo-Funktion als Standard konfiguriert. Unter Debian wird man normalerweise darauf hingewiesen, doch besser su + exit zu benutzen. Sudo hat aber den Vorteil, daß es nur für die aktuelle Befehlszeile gilt und man (gerade als Anfänger) nicht in die Gefahr gerät, mit root-Rechten versehentlich sein System zu zerschießen. Nebenher ist es für einzelne Befehlszeilen einfacher, ein sudo davorzuschreiben als nach Beendigung des Befehls ein exit einzugeben. Das vergißt man gerne mal.

Man erkennt im Terminal seinen Rechte-Status ziemlich einfach an dem Symbol $ (normaler User) und # (root mit allen Rechten).

Beispiel für su:

$ su
# befehl1
# befehl2
# exit
$ befehl3

Der Wechsel in den su-Modus mit Root-Rechten erfolgt also mit su. befehl1 und 2 werden mit root-Rechten ausgeführt. Exit beendet den su-Modus, sodaß befehl3 nur noch als normaler User abgearbeitet wird.

Das gleiche Beispiel mit sudo:

$ sudo befehl1
$ sudo befehl2
$ befehl3

Ich mag sudo und benutze es auch unter Debian regelmäßig. Möge man mich dafür hassen oder auch nicht. Wenn ich ein Debian-System neu einrichte, muß ich sudo aber erst einmal für die Nutzer einrichten. Das macht man, indem man die Nutzer der Gruppe sudo hinzufügt:

Gnome2:
System > Systemverwaltung > Benutzer und Gruppen > Gruppen verwalten > sudo auswählen > Eigenschaften > gewünschte Nutzer auswählen > ok

Gnome3:
Aktivitäten > Anwendungen > Systemwerkzeuge > Benutzer und Gruppen > Gruppen verwalten > sudo auswählen > Eigenschaften > gewünschte Nutzer auswählen > ok

im Terminal:

$ su
# gpasswd -a kailiveonline sudo
# exit
$

Nach einer Neuinstallation von Debian 8 Jessie war nach diesem Befehl ein reboot notwendig, um sudo für den Nutzer zu aktivieren. Falls also die folgenden sudo-Befehle weiterhin zu Fehlermeldungen führen, sollte ein reboot hilfreich sein.

Allen weiteren Nutzern (hier im Beispiel user1 genannt) kann der kailiveonline dann mit

$ sudo gpasswd -a user1 sudo

sudo-Rechte geben oder diesen Nutzer mit

$ sudo gpasswd -d user1 sudo

wieder aus der Gruppe entfernen.

Wer mehr über das Termnial lernen möchte, kann sich das Buch „Linux – Das umfassende Handbuch“ auf galileocomputing.de/openbook kostenlos und legal herunterladen. Ein Teil meiner Infos aus diesem Artikel kann man in folgendem Kapitel finden: „13.3.2 Benutzer zu Gruppen hinzufügen“.

Grafische Tools sollten immer mit gksudo oder kdesudo davor gestartet werden, wenn sie root-Rechte benötigen. Beispiele:

$ gksudo gedit
$ kdesudo kate

Wer das Terminal nach dem Befehlsaufruf sofort wieder benutzbar haben möchte, stellt hinter den Befehl ein & wie folgt:

$ gksudo gedit &
$ kdesudo kate &


Dieser Beitrag ist bereits am 06.04.12 in meinem alten blog erschienen.

Nachtrag 16.10.13

Formatierung des Postings angepaßt.
Hinweis auf grafische Tools mit root-Rechten hinzugefügt.

Nachtrag 03.02.14

Hinweis hinzugefügt: Nach einer Neuinstallation von Debian 8 Jessie war nach diesem Befehl ein reboot notwendig, um sudo für den Nutzer zu aktivieren.


Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.


%d Bloggern gefällt das: