Das nächste Skype für Linux steht in den Startlöchern


02.03.17 20:26

Nachdem ich nun mehrere Artikel zum Thema Skype für Linux gelesen habe und ich ja selber Skype seit Jahren nutze, bin ich der Sache ein wenig auf den Grund gegangen und habe die neuste Version bei skype.com einmal heruntergeladen.

skype-4-3-0-37-20170302 aktuell funktioniert Skype 4.3.0.37 noch, das man allerdings nicht mehr auf der Skype-Seite finden kann.

Während es in der Vergangenheit nur mit Tricks möglich war, das nur für 32-Bit-Systeme verfügbare Skype unter einem 64-Bit-Linux zu installieren, finden sich jetzt nur noch Versionen für 64-Bit-Systeme. Somit sind wohl alle 32-Bit-Computer zukünftig unter Linux von der Skype-Nutzung ausgeschlossen.

Sofort fällt mir auf, dass ich auf der Homepage keine Auswahl einer Linux Version angeboten bekomme (Ubuntu, Debian, Fedora, SuSE etc). Es wird auf meinem 32-Bit Laptop automatisch die skypeforlinux-64.deb heruntergeladen.

Im Ordner https://repo.skype.com/latest/ befinden sich aktuell (02.03.2017) nur 64-Bit Versionen:
skypeforlinux-64-alpha.deb 2017-03-01 09:16 48M
skypeforlinux-64-alpha.rpm 2017-03-01 09:16 64M
skypeforlinux-64.deb 2017-03-01 09:16 48M
skypeforlinux-64.rpm 2017-03-01 09:16 64M

In der Datei skypeforlinux-64.deb befinden sich Ordner, die auf den 28.03.2017 vordatiert sind. Ob das der Termin ist, an dem alle Nutzer der alten 32-Bit Versionen ausgesperrt werden sollen…? Es wäre nicht das erste Mal, dass Microsoft (der Eigentümer von Skype) Linux Nutzer auf diese Weise aussperrt. Ohne Ankündigung. Hauptsache weg.


Die Installation auf einem 64-Bit Computer mit Debian 8 liefert gleich Abhängigkeitsprobleme. Es wird gemeldet, dass gnome-keyring und apt-transport-https bei mir nicht installiert sind.

$ sudo dpkg --install skypeforlinux-64.deb

Alle Probleme werden beseitigt mit dem Befehl:

$ sudo apt-get -f install

skypeforlinux-64-deb-5-0-0-5 ein bewegter, tanzender Pinguin meldet u.a. die Versionsnummer

Die neue Oberfläche gefällt mir überhaupt nicht und ähnelt mehr einem Browser als einem Messenger. Mir fällt es immer wieder schwer zu erkennen, welcher Kontakt von mir nun eigentlich ausgewählt ist und wen ich da nun anschreibe, denn es geht kein separates Chat-Fenster für jeden einzelnen Kontakt auf. Die Menüs kommen mir unstrukturiert vor und ich habe das Gefühl, wieder viele Einstellungsmöglichkeiten verloren zu haben (ohne jedes Detail verglichen zu haben).

Textnachrichten zu verschicken ist möglich, aber ich konnte keine Audio- oder Videoverbindung herstellen.

Die Entwicklung von Skype ist zumindest für Linux enttäuschend. Ich werde sicher weitere Tests durchführen.


Nachtrag 02.03.17 22:00

Installationsversuch unter Debian 9 32-Bit

Die Pakete gnome-keyring und apt-transport-https waren bereits installiert. Wie erwartet, ist die Installation aber gescheitert:

$ sudo dpkg --install skypeforlinux-64.deb
dpkg: Fehler beim Bearbeiten des Archivs skypeforlinux-64.deb (--install):
Paket-Architektur (amd64) passt nicht zum System (i386)
Fehler traten auf beim Bearbeiten von:
skypeforlinux-64.deb


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