Skype 4.3.0.37 kann nicht mehr gestartet werden


Während gestern (22.11.17) in China Skype für Smartphones aus den App-Stores geflogen ist, kann man sich ungefähr zeitgleich (23.11.17) auch mit Linux nicht mehr mit Skype einloggen. Statt dessen wird das Tool einfach kommentarlos beendet. Ganz so, als hätte das Tool einen Bug. (Mit wiederhergestellten Profildaten auf dem Stand von gestern und einem Start von Skype ohne Internet kann man allerdings noch das Tool starten.) Und – wie bereits aus der Vergangenheit bekannt – kann man nicht einmal mehr die Chat-Historie ansehen oder die Kontaktdaten sichern. Skype wird also offensichtlich vom Server aus beendet. Das ist halt die Art wie Skype mit seinen Kunden – und ganz besonders mit den Linux-Nutzern – umgeht.

Somit kommt die Abschaltung zwar 5 Monate später als erwartet, aber leider genau so sinnlos und brutal wie angekündigt. Computer und Betriebssysteme mit 32 Bit werden nicht mehr unterstützt, alte Skype-Versionen auch nicht und China ist vom Netz. Eine klassische lose-lose-Situation für ein Tool, mit dem jeder mit jedem weltweit über möglichst jede Hardware kommnuzieren können sollte. Und ein „Update“ sollte nicht bedeuten, dass vieles nicht mehr geht, sondern dass vieles besser läuft. „Up“ kommt von „hoch“. Und damit ist nicht allein die belegte Datenmenge im RAM oder auf der Platte gemeint, sondern vor allem die Funktionalität.

Die skype-debian_4.3.0.37-1_i386.deb hatte damals übrigens 19,2 MB, während die aktuelle skypeforlinux-64.deb (interne Version in skypeforlinux-64.deb/usr/share/skypeforlinux/version v1.8.1, aber bei der Installation wird 8.11.0.4 angezeigt) auf 69,1 MB kommt – beides komprimiert. Stellt sich die Frage, welche supertollen Funktionen sich in den zusätzlichen ca. 50 MB verstecken mögen…

Wer Wert auf seine Historie und die Kontaktliste legt, muß noch einmal Skype starten können. Also zunächst vom Internet trennen, dann den Ordner ~/.Skype aus dem letzten Backup wiederherstellen und Skype starten.

Nach dem Sichern der Chats kann der PC wieder mit dem Internet verbunden werden. Skype beendet sich dann von selber und läßt sich nicht mehr starten. Dann geht’s ans Deinstallieren der alten Version mit
$ sudo apt remove skype
und nach dem Download der aktuellen skypeforlinux-64.deb kann installiert werden mit
$ sudo dpkg --install skypeforlinux-64.deb

Nach dem Login kann man übrigens alle alten Kontakte wieder sehen, die man vor Jahren aus der Kontaktliste entfernt hat. Wie „schön“ dass nichts wegkommt… (Die Chat-Historie dieser alten Kontakte konnte ich allerdings nicht öffnen.)

Was noch alternativ bleibt ist ein Login mit dem Browser via web.skype.com. Das könnte auch mit einem 32-Bit-PC noch klappen. Es ist allerdings wesentlich umständlicher und wird sicher nur von wenigen genutzt werden.

Und hier noch ein Blick auf den RAM:


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