Posts Tagged ‘ältere Computer’

mein erster PC

06.01.2019

Mein erster PC war ein Kenitec-AT-80286-Rechner mit 10 MHz (und somit ohne Prozessor-Lüfter) und einem monochromem Bildschirm und einer 20 MB Festplatte. Der PC hat ohne Monitor 1999,00 DM gekostet. Das zusätzliche 3,5 Zoll Disketten-Laufwerk lag bei 249,00 DM, für MS-DOS 3.3 kamen 149,00 DM hinzu und der Monitor kostete 99,95 DM. Alle Preise waren damals incl. 14% MWSt. Am 30.01.1990 bin ich von den Commodore-Computern (VC-20, C16, Plus/4) auf diesen ersten PC umgestiegen.

Das Foto ist ein Schnappschuß eines VHS-Videos von 1992, als der PC gerade einmal 2 Jahre alt war. Es ist zu sehen, wie der Norton Commander angezeigt wird.

Auf diesem PC lief nur DOS. Als der Speicher billiger wurde, habe ich auf 1 MB RAM aufgerüstet. Beim Installationsversuch von Windows 3.0 ist mir die Festplatte – im wahrsten Sinne des Wortes – abgeraucht. Das 5 1/4 Zoll- und das 3 1/2 Zoll Diskettenlaufwerk sowie das Gehäuse mit lautem Netzteil haben bis heute überlebt. (Ich merke gerade, daß ich in einem Museum lebe.) Den Bildschirm habe ich irgendwann vor etwas mehr als 10 Jahren an einen Kollegen verschenkt, der für jemanden so ein Gerät zum Anschluß an eine Hercules-Grafikkarte gesucht hat.

Linux gab es damals übrigens noch gar nicht und als es herauskam, konnte es nur auf 32-Bit-Rechnern installiert werden. Ein 286er ist ein 16-Bit Prozessor…


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Firefox auf älteren Computern

14.05.2017

Normalerweise wollte ich meinen alten PC mit Ubuntu 12.04 nicht mehr auf eine höhere Betriebssystemversion heben. Ich benutze den Computer vor allem für Aufzeichnungen via DVB-S und nur im Notfall zum surfen. Somit habe ich lange nicht den Firefox gestartet, sondern nur ab und zu die Ubuntu-Updates eingespielt.

Nun wird 12.04 nicht länger unterstützt, aber ich bin nach wie vor mit KDE, der Umgebung, den Funktionen sowie der Geschwindigkeit zufrieden.

So habe ich jetzt diverse Internet-Browser durchprobiert – Firefox, Opera, Chromium – und keiner hat funktioniert! (Der Konqueror war der einzige, der die Dienste nicht eingestellt hat.)

Besonders beim Firefox war ich überrascht. Die aktuelle Version 53.0.2 32-Bit hat gemeldet, dass mein Prozessor nicht unterstützt wird. Dann bin ich in die Vergangenheit gegangen und habe ältere Versionen aufgespielt. Auch diese Versionen wollten nicht starten. Als ich das Profil gelöscht habe, konnte ich den Browser wieder blank starten. Allerdings stürzt der Firefox nach wenigen Sekunden auch mit einer leeren Seite about:blank und auch mit irgendeiner geladenen Seite wortlos ab und wird geschlossen. (Ein ähnliches Verhalten habe ich bereits einmal unter Debian auf dem wesentlich jüngeren Nettop erlebt.)

Nun habe ich mir Ubuntu-Mate 16.04.2 heruntergeladen und dort konnte ich dann den mitgelieferten Firefox starten und er stürzte auch nicht ab.

Die Erstellung des Sticks war allerdings abenteuerlich. Zunächst habe ich es mit UNetbootin probiert und konnte ihn nicht booten, dann mit dem usb-creator-kde, ebenfalls erfolglos. Was sofort funktioniert hat, ist die „Debian-Methode“ mit dd:

$ sudo dd if=/pfad/zur/datei/ubuntu-mate-16.04.2-desktop-i386.iso of=/dev/sdb bs=1M && sync

Hier muß man sehr vorsichtig sein und vorher klären, ob der Stick wirklich als sdb eingebunden ist. Falls man sich hier irrt, überschreibt man sofort die Daten auf dem entsprechenden Datenträger!

Nun weiß ich also dass noch ein relativ neuer Firefox und auch das noch 4 Jahre unterstützte Ubuntu mit Mate super auf dem alten PC läuft. Es lohnt also, entweder den entsprechenden Firefox unter 12.04 zum laufen zu bringen oder mit diesem 16.04 neu zu installieren. Ich bin noch unentschlossen welchen Weg ich gehen werde. Immerhin gehört der PC noch nicht zum alten Eisen.

Debian kommt hier nicht in Frage, weil ich etwas ungünstig im Zeitintervall liege. Debian 8 ist bereits seit 2 Jahren veröffentlicht und es verbleiben nur noch 3 Jahre, während Ubuntu 16.04 seit einem Jahr veröffentlicht ist und noch 4 Jahre bleiben. Debian 9 möchte ich nicht dort testen, denn der PC wird sowieso nicht mehr allzu häufig genutzt. Und dafür wäre die Bastelei vermutlich ein zu großer Aufwand.


31.10.1983 mein erster Computer

31.10.2016

Heute vor nun 33 Jahren habe ich meinen ersten Computer erhalten. Es war ein Commodore VC-20 für 599 DM aus einem Spielwarengeschäft, da sich andere Geschäfte mit diesem als „Spielzeug“ angesehenen Schnickschnack nicht abgeben wollten. Damals war ein Computer noch kein Bürogerät, sondern eben Spielzeug. Kaum jemand wußte etwas mit einem Computer anzufangen. Die Sendung WDR Computerclub war noch ziemlich neu und hat deutlich gemacht, dass Computer die Zukunft sein werden. Von dort aus wurde auch der Hartbitrock über den Tonkanal des damals ansonsten seriösen und staatstragenen WDR-Fernsehens ausgestrahlt. Eine Revolution begann, die niemand erkennen wollte.

In der Schule hatte ich zuvor schon mit programmierbaren Taschenrechnern von Texas Instruments zu tun, die als Festspeicher einen kleinen Magnetstreifen genutzt haben. Dann konnte sich die Schule aber tatsächlich die VC-20 Rechner zulegen, die man an einen normalen Fernseher anschließen konnte und als Festspeicher eine Datasette (Datenaufzeichnung auf damals übliche analoge Audio-Compact-Cassetten) nutzten. – Sowas mußte ich auch haben! – Für mich war somit der 31.10.1983 der Schritt ins Computerzeitalter.

Ich kann mich noch gut erinnern wie ich damals Tage damit verbracht habe, ein Programm zu schreiben, um den Wochentag zu einem Datum zu errechnen. Man gibt also z.B. den 31.10.2016 ein und das Ergebnis war dann „Montag“. Mehr nicht. Und dafür gab es keine fertigen Tools, Apps oder sonstwas. Ich habe damals im Schüler-Duden-Lexikon einen ewigen Kalender gefunden (die Tabellen im Duden waren kleiner und einfacher als bei wikipedia, aber wenn ich das einscanne und hier einstelle befürchte ich irgendwelche Copyrights zu missachten; also lasse ich das besser) und mehrere Tabellen mit DIM als Arrays abgebildet, um dann den Computer durch Zählschleifen auf die Suche zum Ergebnis zu schicken. Mir ist das damals tatsächlich gelungen, aber die Berechnung für ein Datum dauerte viele Sekunden und der Speicherplatz (3000 Bytes RAM) war damit komplett verbraucht. An einen automatischen Kalender war damals noch lange nicht zu denken. Aber es war eine spannende und schöne Zeit. U.a. auch weil es hier noch kein Halloween und keine Horror-Clowns gab. Es war alles friedlich und zeigte auf eine schöne Zukunft. Leider verlaufen die Dinge nicht so wie sie zu einem bestimmten Zeitpunkt den Anschein haben.


Chromium läuft nicht auf alten Maschinen

20.08.2016

Während Chrome für 32-Bit-Prozessoren gar nicht mehr existiert (siehe hier), reicht die ca. 13 Jahre alte CPU „AMD Athlon(TM) XP 3000+“ für Chromium nicht mehr aus (siehe hier). So spricht die Software ein weiteres Mal: „Schmeißen Sie Ihre Hardware weg!“ Und kein Öko beschwert sich über diese Verschwendung.

Chromium liefert auf oben genannter CPU unter Ubuntu 12.04.5 LTS folgende Fehlermeldung:

$ chromium-browser
#
# Fatal error in ../../v8/src/ia32/assembler-ia32.cc, line 53
# CHECK(cpu.has_sse2()) failed
#

==== C stack trace ===============================

1: ??
2: ??
3: ??
4: ??
5: ??
6: ??
7: ??
8: ??
9: ??
10: gin::IsolateHolder::IsolateHolder(gin::IsolateHolder::ScriptMode)
11: net::ProxyResolverV8::EnsureIsolateCreated()
12: ??
13: ??
14: ??
15: base::MessageLoop::RunTask(base::PendingTask const&)
16: base::MessageLoop::DeferOrRunPendingTask(base::PendingTask const&)
17: base::MessageLoop::DoWork()
18: base::MessagePumpLibevent::Run(base::MessagePump::Delegate*)
19: base::MessageLoop::RunHandler()
20: base::RunLoop::Run()
21: base::MessageLoop::Run()
22: base::Thread::Run(base::MessageLoop*)
23: content::BrowserThreadImpl::IOThreadRun(base::MessageLoop*)
24: content::BrowserThreadImpl::Run(base::MessageLoop*)
25: base::Thread::ThreadMain()
26: ??
27: ??
28: clone
Ungültiger Maschinenbefehl (Speicherabzug geschrieben)


Alte Computer

09.05.2016

Schlimm genug, dass Computer irgendwann kaputt gehen oder die Software – wie z.B. der Firefox – so anspruchsvoll wird, dass der alte Computer das nicht mehr verarbeiten kann. Hinzu kommt die zeitlich sehr beschränkte Unterstützung seitens Microsoft (Windows XP war wohl die große, aber unabsichtliche Ausnahme) und mit etwas Verzögerung dann auch die Einschränkung der Unterstützung seitens Linux. So entfernt Debian nun die Unterstützung für ältere i386-Prozessoren.

Was tun, wenn man nur wenig Geld zur Verfügung hat?

Meine Empfehlung: Entweder einen gebrauchten, Linux-kompatiblen Laptop kaufen wie z.B. den T60, akutell für 120 EUR. Oder den neuen Raspberry Pi 3 Modell B Starter Kit für aktuell 65 EUR. Beide Computer sind fürs Surfen, Mailen, LibreOffice etc bestens geeignet, ziehen wenig Strom und machen wenig bis gar keine Geräusche. Wenn man sie dann mit Linux betreibt, spart man sich zusätzlich noch teure Virenscanner und Firewalls.

Wieso sich niemand über die Berge von Elektroschrott aufregt, nur weil man entschieden hat, funktionsfähige Hardware nicht mehr mit Software zu versorgen, kann ich mir nicht erklären. Hier werden wertvolle Stoffe entsorgt, die noch Jahre gute Dienste leisten könnten, während man sich bei der Glühbirne mühevoll echauffiert. Aber ich will mich an dieser Stelle besser nicht über Politik äußern. Da landen wir schnell bei religiösen Fragen… ;-)


2 Festplatten gefunden

19.01.2015

Auf der (erfolglosen) Suche nach einer alten Netzwerkkarte, habe ich in einem Karton 2 Festplatten gefunden. – Wie konnte die Platten nur so lieblos zusammen mit ausrangierten Netzteilen in einen Karton werfen?

2 Festplatten mini

Um sicher zu gehen, ob man die entsorgen kann oder welche Daten da wohl noch drauf sein mögen, habe ich die nacheinander angeschlossen und mich sehr gewundert. Die gute Nachricht: Beide funktionieren und enthalten keine persönlichen Daten, sondern nur Linux-Intstallationsversuche. Die schlechte Nachricht: Die rechte Festplatte hat eine Kapazität von 1 GB und die linke sogar stattliche 2 GB. In den 90er Jahren war man stolz auf diese riesige Datenmenge. Man stellte die Frage, wie man das jemals voll kriegen soll. Auf der Platte mit 1 GB sieht man noch die Aufschrift „Multimedia“. :-)

Aber die Festplatten haben auch eine negative Eigenschaft. Beide sind enorm laut und erzeugen ein sehr unangenehmes Geräusch, vergleichbar mit einer Kreissäge.

Heute findet man wohl nirgends mehr einen USB-Stick mit dieser geringen Kapazität. Ich hatte gestern noch in einer Werbung geräuschlose 64 GB für 15 EUR gesehen. Und wer den Lärm im Raum haben möchte, muß sich auch schon sehr bemühen…

Und ich hab mich schon gewundert, wieso ich die Dinger dort so lieblos gelagert habe…

P.S. Die Festplatten sind jetzt wieder im Karton, im Regal… auf Zeitreise…


11 Jahre alten PC von 512 MB auf 2 GB RAM aufgerüstet

14.01.2015

„Wer mit Linux arbeitet, muß seinen Computer nicht so häufig wegschmeißen wie ein Windows-Nutzer.“ So kann das Fazit lauten, wenn man sich die Entwicklung der Ansprüche an die Hardware ansieht. Während noch in den 90ern DOS und Windows – im Vergleich zum damaligen Linux – unschlagbar geringe Ansprüche an die Hardware gestellt hat, sind die Anforderungen bei Linux über die Zeit weniger stark gestiegen als in der Microsoft-Welt. Und so macht es für mich als Linux-Nutzer Sinn, noch einmal meinen 11 Jahre alten PC aufzurüsten. Und wenn der Sprung von 512 MB auf 2 GB für 20,99 EUR (incl. Versand) möglich ist, dann sollte man es doch erst Recht versuchen.

Das Mainboard ist ein ASUS A7V8X-X. Darauf werkelt ein AMD Athlon XP 3000+.

Das antike Windows 2000 arbeitet darauf sehr flüssig. (Ich vermeide es natürlich damit ins Internet zu gehen, aber für Videoschnitt und einige andere Aufgaben im Zusammenhang mit alter Hardware benötige ich dieses System noch.) Ubuntu 12.04 läuft ebenfalls ziemlich gut, sogar mit KDE. Schwierig wird’s wenn sich vor allem der Firefox im RAM breit machen will.

20150113 140212 PC4 512MB RAM BIOS 11 Jahre lang haben 512 MB ausgereicht und bis zuletzt zuverlässig gearbeitet

Also habe ich mich nach dem Erfolg mit dem dem Austausch des Mainboards im neueren PC endlich mal an den Austausch des RAM gewagt. Am Sonntag bestellt, am Montag versand und am Dienstag im Briefkasten: 2GB Kit – 2x 1GB DDR RAM Speicher 400 MHz – PC3200 PC 3200 1024MB 2048MB PC400 184-pin DIMM (Verkauf durch reconnect und Versand durch Amazon)

scan0976-mini 2 Speicherriegel mit je 1 GB RAM sollen einen Riegel mit 512 MB ersetzen (das Bild ist mit dem Scanner entstanden)

Wie man im nächsten Bild sehen kann, stören sich die AGP-Grafikkarte und die weißen Clips der RAM-Slots. Also mußte ich zunächst die Grafikkarte ausbauen, um die Riegel einbauen zu können:

20150113 141006 PC4 512 MB RAM Hardware (Grafikkarte und Clips von RAM-Slots stören sich) noch sind 512 MB eingebaut

Nach dem Austausch hat das BIOS 2048 MB erkannt.

20150113 142124 PC4 2048 MB RAM BIOS

Aber anstatt zu booten, befand sich der PC in einer Endlos-Schleife und startete immer wieder von vorn. Im BIOS kann man einen Speicher-Test starten: Boot > Quick Power On Self Test: „Disabled“ setzen.

20150113 143056 PC4 'Memory test fail' + bootet nicht

Es erscheint nun „Memory test fail“. – Hat man mir defekte Riegel geliefert?

Als nächstes habe ich Riegel 2 ausgebaut und kam auf 1 GB RAM, der auch booten wollte. Damit war das Problem eingekreist. Es konnte also sein, dass Riegel 2 defekt war. Oder es war etwas mit Slot 2, der in den 11 Jahren noch nie benutzt wurde. Der nächste Schritt war, den Riegel in Slot 3 einzusetzen. Jetzt wurde der 2. Riegel einfach ignoriert. Also kann man den 2. Riegel wohl nur in Slot 2 einsetzen.

Die Lösung ist trivial:

20150113 192550 PC4 der Pinsel war die Lösung

Die Slots stehen zwar senkrecht und sehen sauber aus, aber nachdem ich sie mit dem Pinsel bearbeitet habe, konnte der PC endlich auch den zweiten Riegel nutzen und bootet. :-)

20150113 192646 PC4 2 GB RAM Hardware (Slots zuvor sauber gepinselt + funzt) Ein happy end mit 2 GB RAM


neues LXDE in Debian 8

16.11.2014

Für ältere Computer ist die Oberfläche LXDE sicherlich genau die richtige. Und auch auf neueren Rechnern macht der Desktop einen schlanken Fuß. – Heute lief ein Update auf Version 6 (nach Debian-Zählung) ein.

lxde

Als ich vorhin damit ein wenig gespielt habe, ist mir das parallel laufende KDE abgestürzt. Zum Glück konnte ich ohne Datenverlust KDE neu starten. Ich konnte gerade noch obiges Bildschirmfoto erstellen und KDE neu starten. Jetzt ist alles wie zuvor – ohne Reboot. Linux eben. Wichtige Hintergrundprozesse liefen zum Glück weiter und auch LXDE lief die ganze Zeit durch. Aber ich traue mich aktuell nicht mehr dorthin umzuschalten, weil mir dann vielleicht wieder KDE um die Ohren fliegt. Und momentan laufen wie gesagt noch ein paar wichtige Aufgaben an meinem PC…

Also: Wer eine stabile und anspruchslose Oberfläche sucht, die man ganz gut konfigurieren kann – also mit einem lebendigen und benutzbaren Desktop (nicht wie bei Gnome3) und auch mehreren Leisten (LXPanels), sollte einmal LXDE ausprobieren. – Ich glaub, ich mach das auch später mal… ;-)

Seite des Projekts lxde.org
lxde bei packages.debian.org


Ein Blick zurück: Ende der 90er…

13.07.2014

Da mein jetziger Hauptcomputer momentan ein wenig Probleme bereitet (am schlimmsten sind die Wanderstreifen im Bild, auf Standby kann ich auch verzichten), habe ich einmal die alten Kartons in den Regalen durchgesehen und bin auf ein Mainboard gestoßen, das ich komplett verdrängt habe.

Mein 3. Computer sollte immer der Hauptrechner werden. Ich habe diesen Computer nach Beratung in Einzelteilen ca. 1997 im Laden gekauft und selber zusammengebaut. Das Gehäuse war ein Big-Tower und extrem groß, schwer, mit unzähligen Inbus-Schrauben verschlossen und an den Kanten konnte man sich heftig verletzen. Nach ca. 6 Jahren ist das Ding bereits im Müll gelandet.

Das Board habe ich noch immer, liegt aber seit ungefähr 10 Jahren rum. Ein Name oder eine Firma steht nicht drauf. Ich konnte aber zu dem Board noch die komplett englische Anleitung finden und somit herausfinden wie das Ding hieß: Gigabyte Mainboard GA-586ATX

20140711 230944 PC3 beschriftet 50%

Es war ausgelegt auf Zuverlässigkeit und Kompatibilität. Man konnte Prozessoren von Intel, AMD oder Cyrix/IBM einsetzen. Die am häufigsten vertretenen Steckplätze ISA und PCI waren jeweils gleich 4x vorhanden. Sogar USB war schon 2x vorhanden – allerdings in der Version 1.1 – also für Datenübertragungen eher nicht geeignet, sondern eigentlich nur für Maus und Tastatur. Der maximale RAM war mit 256 MB in meinem Fall bereits komplett belegt.

Installiert war ursprünglich ein Intel MMX 166 MHz oder 200 MHz (das Ding konnte ich nicht mehr finden), danach versorgte ich das Board mit einer neuen CPU AMD K6 II 400 (400 MHz) auf dem Sockel 7 und BIOS-Update und habe es dann trotz allem bereits 2003 außer Betrieb genommen und mir einen neuen Computer zusammengebaut, den ich bis heute einsetze.

Es war mit diesem PC3 wie so oft im Leben: Es kommt ganz anders als man denkt.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich sehr lange versucht habe, Windows 98 zu installieren, bis man mir sagte (Internet war ja noch nicht), daß es Windows 98 SE gibt, in dem viele Probleme behoben sind. Damit ging es dann auch endlich.

Dieser Computer war im täglichen Einsatz immer nur laut, langsam und ich habe ständig daran rumgebastelt und mich am Gehäuse verletzt – und ich hätte das alles fast vergessen…


Nachtrag 14.07.14 19:25

Vielen Dank für die „gefällt mir“-Markierung von SuVuK !

Mir macht das auch immer wieder Spaß, die alten Zeiten Revue passieren zu lassen. Ich habe gerade kurz in der Schublade gewühlt und noch eine alte PCI Grafikkarte gefunden. Das Ding hatte natürlich noch keinen Lüfter und heizt auch nicht. Ich konnte den rot gefärbten Jumper auf dem Board finden, um den Computer zu starten ohne einen Schalter anzuschließen. Ich habe in fliegender Verdrahtung ganz kurz einmal den Bildschirm drangehängt und konnte sogar ein Start-Bild sehen – so ganz ohne Festplatte, Tastatur etc. – es ging sofort! Auffällig war das laute Geräusch des kleinen CPU-Lüfters, der einen überraschend tiefen Moped-Sound verursacht („römmm-römmm“ :-) ). Nach ein paar Minuten wurde das Geräusch etwas leiser.

Nun ist das Board wieder im Regal, die Karte in der Schublade… bin wieder im Jahr 2014.


home-Ordner wird immer größer

04.07.2014

Auch unter Linux wird der verfügbare Platz auf der Festplatte im Laufe der Zeit immer kleiner. Ein Grund ist, dass der Dateibrowser beim Betrachten eines Ordners mit Bildern von jedem Bild ein Vorschaubild speichert, um die Anzeige des Ordners beim späteren öffnen zu beschleunigen. Hierbei läuft der Ordner ~/.thumbnails voll und belegt jede Menge Platz.

Ich lasse diesen Ordner bei jedem Start automatisch löschen, um den Platzbedarf zu begrenzen. Dazu habe ich mir den Befehl

rm -r ~/.thumbnails

in eine Datei autoexec.bat (nach alter Windows- bzw. DOS-Gewohnheit) geschrieben und diese Datei (z.B. mit Dolphin > rechte Maustaste > Eigenschaften > Berechtigungen >) ausführbar gemacht.

Dann muß diese Datei noch zum autostart eingetragen werden.

KDE > Rechner > Systemeinstellungen > Starten und Beenden > Autostart > Programm hinzufügen > /pfad/zur/autoexec.bat eintragen (am einfachsten über den „Dateiauswahl“-Knopf)

Dateiauswahl