Posts Tagged ‘Debian 9 Stretch’

imagemagick bricht Konvertierung zu pdf ab

13.10.2017

Problem:

Wenn man viele jpg-Bilder in eine pdf konvertieren möchte, kann es vorkommen dass das Programm mit einer Fehlermdeldung abbricht, z.B.:

$ convert *.jpg Ausgabedatei.pdf
convert-im6.q16: DistributedPixelCache '127.0.0.1' @ error/distribute-cache.c/ConnectPixelCacheServer/244.
convert-im6.q16: cache resources exhausted `043.jpg' @ error/cache.c/OpenPixelCache/3945.
...
convert-im6.q16: too many exceptions (exception processing suspended).

In meinem Fall war also nach 42 Seiten der Cache-Speicher erschöpft.

Lösung:

Wir öffnen die Datei policy.xml mit root-Rechten, z.B.:
$ kdesudo kate /etc/ImageMagick-6/policy.xml

Wir prüfen zunächst wie viel RAM verfügbar ist und wie viel Speicher in /tmp frei ist. Dann geben wir mehr Speicher frei, z.B.:

RAM: 256MiB durch 1000MiB ersetzen in dieser Zeile:
<policy domain=“resource“ name=“memory“ value=“1000MiB“/>

/tmp: 1000MiB durch 5GiB ersetzen in dieser Zeile:
<policy domain=“resource“ name=“disk“ value=“5GiB“/>

Wenn der RAM-Bereich vollgeschrieben ist, greift das Programm auf den Ordner /tmp zu und schreibt dort viele recht große Dateien hinein, die mit magick- anfangen.

Wer mehr über die Parameter wissen möchte, kann hier weiter lesen.


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Messenger Wire mit Schadsoftware?

09.10.2017

25.09.17 01:26

Bei einem Scan mit clamscan wird reproduzierbar, also wiederholend, eine Schadsoftware gefunden:

$ clamscan -i -r ~/.config/Wire/Cache
~/.config/Wire/Cache/f_000004: Html.Exploit.CVE_2017_8738-6336184-2 FOUND

----------- SCAN SUMMARY -----------
Known viruses: 6303734
Engine version: 0.99.2
Scanned directories: 1
Scanned files: 23
Infected files: 1
Data scanned: 23.86 MB
Data read: 8.10 MB (ratio 2.95:1)
Time: 91.578 sec (1 m 31 s)

Wire ist ein Messenger, der ähnliche Funktionen wie Skype hat. Er kann entweder im Browser gestartet werden oder lokal installiert werden. Meine Version ist lokal installiert und speichert nach dem Start Datei(en) im Cache-Ordner, die vom Virenscanner als Schad-Software erkannt werden.

über meine installierte Version

Homepage des Messengers: wire.com


Man kann den Messenger auch ohne Installation im Browser starten: app.wire.com

Ich empfehle nach Beendigung des Chats via wire, den Browser-Cache zu löschen. Beim Firefox geht das z.B. mit der Tastenkombination Strg-Shift-Entf.


Installation unter Debian: github.com

Wer dem Messenger nun nicht mehr traut, der kann ihn wie folgt löschen. Das Paket hört auf den Namen wire-desktop. Paket und Konfiguration entfernen:
$ sudo apt-get purge wire-desktop

Außerdem sollten die Quellen entfernt werden, die in der Datei wire-desktop.list gespeichert sind:
$ sudo rm /etc/apt/sources.list.d/wire-desktop.list


09.10.17 17:40

Peter hat zu diesem Artikel einen Kommentar geschrieben. Die Virenmeldung soll ein Fehlalarm sein. Ich kann nicht beurteilen ob das so stimmt oder nicht.

Bitte lest seinen Kommentar für weitere Infos.


Debian 9 Stretch Update auf 9.2

08.10.2017

17.09.17 18:25 Version 9.2 ist in Arbeit

Ein Update von Debian 9 Stretch (stable) auf 9.2 wird möglicherweise am 07.10.17 erscheinen.

Siehe Diskussion Scheduling 9.2


23.09.17 17:28 Ankündigung

Ein Update von Debian 9 Stretch (stable) auf 9.2 ist für Samstag, den 07.10.17 geplant.

Diese Info kann man in den Mailinglisten finden:
Upcoming stable point release (9.2)
„The second point release for „stretch“ (9.2) is scheduled for Saturday, October 7th. Processing of new uploads into stretch-proposed-updates will be frozen during the preceding weekend.“


02.10.17 22:43 Details zum Update

[SUA 127-1] Upcoming Debian 9 Update (9.2)


07.10.17 12:29 Das angekündigte Update ist bald verfügbar

07.10.17 12:29 Adam D. Barratt

The archive side of the point release has now finished, and an extra mirror update is in progress, so packages should start appearing on mirrors in the next couple of hours or so.


07.10.17 17:10 Offizielle Nachricht

Debian 9 aktualisiert: 9.2 veröffentlicht


07.10.17 18:30 Ein paar inoffizielle Hilfen von mir

Die aktuell installierte Version kann man abfragen mit dem Befehl:
$ cat /etc/debian_version
9.1

Ein Update ist in jedem Fall empfehlenswert, da hiermit viele Sicherheitsupdates eingespielt werden. Da sich Debian 9 Stretch im Status „stable“ befindet, sollten keine Schwierigkeiten zu erwarten sein.

einlesen der Quellen mit
# apt-get update

installieren der Updates mit
# apt-get dist-upgrade

und optional noch die Platte säubern mit
# apt-get autoclean
# apt-get autoremove

$ cat /etc/debian_version
9.2

Wer sudo aktiviert hat, kann auch im Ubuntu-Stil alle Befehle in einer Zeile starten:
$ lsb_release -a && sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade && sudo apt-get autoclean && sudo apt-get autoremove && lsb_release -a

Distributor ID: Debian
Description: Debian GNU/Linux 9.2 (stretch)
Release: 9.2
Codename: stretch

Alle apt-get-Befehle lassen sich jetzt auch mit einem apt ausführen. Mit diesem neuen Befehl erhält man z.B. zusätzlich einen Fortschrittsbalken angezeigt. Insgesamt sollen die apt-Alternativen ein wenig interaktiver zu handhaben sein als apt-get.

Aktuell kann ich meine Installation noch nicht auf 9.2 heben. Offensichtlich laufen noch die Kopiervorgänge zu den Mirrors. Spätestens morgen sollten die Pakete aber verfügbar sein. So ist zumindest meine Erfahrung.


07.10.17 23:15 Nun hat’s geklappt

Nun hat ein apt update bei mir ein neues Paket namens base-files gefunden, das ich auch aktualisieren konnte. In diesem kleinen Paket befindet sich auch die Text-Datei /etc/debian_version mit dem einzigen Inhalt „9.2“. Offensichtlich haben meine täglichen Updates und mein Eintrag der stretch-proposed-updates in /etc/apt/sources.list dazu geführt, dass bereits alle Pakete aktuell waren und nur noch die Versions-Nummer aktualisiert werden mußte. Der Versionssprung von 9.1 nach 9.2 bestand bei mir also aus 67,2 kB an herunterzuladenden Daten. :-)

zur Info meine Einträge in der /etc/apt/sources.list mit direktem Debian-Bezug:

deb https://deb.debian.org/debian/ stretch main contrib non-free
deb https://deb.debian.org/debian/ stretch-updates main contrib non-free
deb https://deb.debian.org/debian/ stretch-proposed-updates main contrib non-free
deb https://deb.debian.org/debian/ stretch-backports main


08.10.17 10:45 Die Bestätigung

Kaum habe ich den letzten Teil gestern gepostet, da kam eine Mail von Adam D. Barratt aus den Debian-Listen, die genau das bestätigt was ich geschrieben habe:

[SUA 128-1] Updated base-files version

Package : base-files
Version : 9.9+deb9u2
Importance : medium

base-files contains the basic filesystem hierarchy of a Debian system, together with several important miscellaneous files, such as /etc/debian_version and the text of several common licenses in use on Debian systems.

As part of a point release, the content of /etc/debian_version is updated to reflect the new minor version corresponding to the point release. Unfortunately, for the recent point release of stretch (9.2), such an update was not included. This update incorporates the change, bringing the file back in line with the current version of stretch.

If you use stretch and have updated to 9.2, we recommend that you install this update…

Da war ich wohl so ziemlich der erste, der das veröffentlicht hat. Ich muß schon sagen, dass mich das ein wenig stolz macht. ;-)


Debian 9 apt-get update meldet Fehler

27.09.2017

Problem:

$ sudo apt-get update

E: The repository 'https://ftp.de.debian.org/debian stretch Release' does no longer have a Release file.
N: Updating from such a repository can't be done securely, and is therefore disabled by default.
N: See apt-secure(8) manpage for repository creation and user configuration details.

Lösung:

Quellen öffnen z.B. mit
$ kdesudo kate /etc/apt/sources.list

Darin ersetzen wir
https://ftp.de.debian.org/debian
durch
https://deb.debian.org/debian/


Tool des Tages: Systemübersicht mit inxi

18.09.2017

$ inxi -F


Debian 9 KDE friert plötzlich ein

07.08.2017

07.08.17 21:30

So ist das mit sporadischen Fehlern bei denen man die Ursache nicht genau einschätzen kann – man kann falsch liegen. Obwohl ich den Displaymanager ausgetauscht habe, ging es irgendwann weiter mit diesem Effekt, dass der Deskop plötzlich eingefroren ist und nur noch ein Drücken des Reset-Schalters geholfen hat. Ich habe dann vermutet, dass es auch ein Hardwaredefekt sein könnte und irgendetwas im PC so langsam stirbt.

Dann irgendwann kam ich nicht nur auf die Idee Strg-Alt-F1 zu drücken, sondern auch noch ungewöhnlich lange zu warten. Dann kommt man nämlich trotzdem irgendwann auf die Konsole. Dort erscheinen nach und nach folgende Meldungen:

[42087.392043] [drm:drm_atomic_helper_commit_cleanup_done [drm_kms_helper]] *ERROR* [CRTC:26:pipe A] flip_done timed out
[42097.632047] [drm:drm_atomic_helper_commit_cleanup_done [drm_kms_helper]] *ERROR* [CRTC:26:pipe A] flip_done timed out
[42107.872046] [drm:drm_atomic_helper_commit_cleanup_done [drm_kms_helper]] *ERROR* [CRTC:26:pipe A] flip_done timed out
[42631.648046] [drm:drm_atomic_helper_commit_cleanup_done [drm_kms_helper]] *ERROR* [CRTC:26:pipe A] flip_done timed out
[42641.888046] [drm:drm_atomic_helper_commit_cleanup_done [drm_kms_helper]] *ERROR* [CRTC:26:pipe A] flip_done timed out

Mit diesen Informationen habe ich herausgefunden, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen Bug im Grafiktreiber handeln wird, denn ich habe auch die i915-Grafik im Einsatz.

$ lspci -nnk | grep -i VGA -A2
...
Kernel driver in use: i915

Der Bug wäre dann hier zu finden:
https://bugs.freedesktop.org/show_bug.cgi?id=98810

von dort wird verwiesen auf einen anderen Bug, der bereits geschlossen und gefixt ist:
https://bugs.freedesktop.org/show_bug.cgi?id=101261

Als Lösung bzw. Patch wird „Disable MSI“ genannt, was mich wieder in eine Sackgsasse geführt hat.

Dann bin ich über einen Workaround gestolpert:
https://askubuntu.com/questions/893817/boot-very-slow-because-of-drm-kms-helper-errors, den ich wie folgt zitieren möchte:

1. sudo nano /etc/default/grub
Then add the kernel boot parameter: video=SVIDEO-1:d, so it will look like this:
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=“quiet splash video=SVIDEO-1:d“
2. sudo update-grub
3. sudo reboot

Danach konnte ich wie üblich booten. Nun ist die Frage ob das Problem noch einmal auftritt, denn es kommt ja wie beschrieben nur sporadisch vor. Ich melde mich, wenn das Problem länger nicht auftaucht bzw. auch dann wenn es sich wieder um eine Sackgasse handeln sollte und es nichts gebracht hat.


08.08.17 00:00

Ein anderer Effekt des onboard-Grafikchips ist, dass das Bild hin und wieder zuckt. Das scheint ebenfalls ein Bug zu sein. In den Fehlerbeschreibungen ist von einem kurzen Bildausfall mit weniger als 1 Sekunde die Rede. Das kann hinkommen. Mein Monitor plus meine Augen machen daraus ein kurzes Zucken. Wenn ich die Kernelmeldungen abfrage, finde ich auch Hinweise auf Probleme (gemeint sind die 3 Error-Zeilen):

$ sudo dmesg -T | grep i915
[Mo Aug 7 17:11:48 2017] [drm] Initialized i915 1.6.0 20160919 for 0000:00:02.0 on minor 0
[Mo Aug 7 17:11:48 2017] i915 0000:00:02.0: fb0: inteldrmfb frame buffer device
[Mo Aug 7 19:27:23 2017] [drm:i965_irq_handler [i915]] *ERROR* CPU pipe A FIFO underrun
[Mo Aug 7 21:26:32 2017] [drm:i965_irq_handler [i915]] *ERROR* CPU pipe A FIFO underrun
[Mo Aug 7 23:39:12 2017] [drm:i965_irq_handler [i915]] *ERROR* CPU pipe A FIFO underrun

Hier die Bug-Meldungen dazu:

https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/linux/+bug/1550779
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/xserver-xorg-video-intel/+bug/1522922

Also ich finde diese Grafik-Probleme nicht mehr lustig. Wenn es um komplizierte Animationen geht oder HD-Videos und dann zuckt es mal und gibt Probleme, kann ich das verstehen. Aber ich habe einfach nur ein paar simple Tools wie den Browser, Thunderbird und Texteditor etc. offen gehabt und dann zuckt es plötzlich ungefähr einmal die Stunde, dass man denkt die Hardware verreckt bald. – Was erlauben Intel??


13.08.17 22:30

Bislang ist das Problem nicht mehr aufgetreten. Mein Computer läuft also seit ca. einer Woche stabil. Es sieht sehr gut aus. :-)
Der Workaround in meinem Posting oben vom 07.08.17 21:30 scheint also eine mögliche Antwort auf das Problem zu sein.


16.05.17 – erste Vermutungen, die sich nicht bestätigt haben:

Das ist mir jetzt bereits zwei Mal an zwei aufeinander folgenden Tagen passiert, nachdem der Computer jeweils ca. 6 Stunden lief. Für Linux eigentlich überhaupt nicht typisch. Und die Festplatte war auch nicht aktiv, wie es z.B. der Fall ist, wenn der RAM voll ist und ausgelagert wird. Einmal konnte ich noch die Maus bewegen, aber ich konnte keine Aktionen mehr ausführen.

Ich hatte den neuen Displaymanager SDDM in Verdacht und seit ich ihn wieder durch LightDM ausgetauscht habe, trat dieses Problem nicht mehr auf.

Ich empfehle also den Displaymanager LightDM zu installieren:
$ sudo apt-get install lightdm lightdm-gtk-greeter lightdm-kde-greeter
und zu aktivieren:
$ sudo dpkg-reconfigure lightdm

Sollte ich später einmal feststellen, dass dies nicht die Lösung des Problems ist, werde ich das hier im Artikel entsprechend deutlich machen.


Debian 9 Stretch Update auf 9.1

22.07.2017

09.07.17 22:09 Ankündigung

Ein Update von Debian 9 Stretch (stable) auf 9.1 ist für Samstag, den 22.07.17 geplant.

Diese Info kann man in den Mailinglisten finden:
Upcoming stable point release (9.1)
„The first point release for „stretch“ (9.1) is scheduled for Saturday, July 22nd. Processing of new uploads into stretch-proposed-updates will be frozen during the preceding weekend.“


17.07.17 22:49 Details zum Update

[SUA 121-1] Upcoming Debian 9 Update (9.1)


22.07.17 13:16 Das angekündigte Update ist bald verfügbar

22.07.17 13:16 Adam D. Barratt

The archive side of the point release has now finished, and an extra mirror update is in progress, so packages should start appearing on mirrors in the next 2-3 hours or so.


22.07.17 17:41 Offizielle Nachricht

Debian 9 aktualisiert: 9.1 veröffentlicht


22.07.17 18:45 Ein paar inoffizielle Hilfen von mir

Die aktuell installierte Version kann man abfragen mit dem Befehl:
$ cat /etc/debian_version
9.0

Ein Update ist in jedem Fall empfehlenswert, da hiermit viele Sicherheitsupdates eingespielt werden. Da sich Debian Stretch im Status „stable“ befindet, sollten keine Schwierigkeiten zu erwarten sein.

einlesen der Quellen mit
# apt-get update

installieren der Updates mit
# apt-get dist-upgrade

und optional noch die Platte säubern mit
# apt-get autoclean
# apt-get autoremove

$ cat /etc/debian_version
9.1

Wer sudo aktiviert hat, kann auch im Ubuntu-Stil alle Befehle in einer Zeile starten:
$ lsb_release -a && sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade && sudo apt-get autoclean && sudo apt-get autoremove && lsb_release -a

Distributor ID: Debian
Description: Debian GNU/Linux 9.1 (stretch)
Release: 9.1
Codename: stretch

Alle apt-get-Befehle lassen sich jetzt auch mit einem apt ausführen. Mit diesem neuen Befehl erhält man z.B. zusätzlich einen Fortschrittsbalken angezeigt. Insgesamt sollen die apt-Alternativen ein wenig interaktiver zu handhaben sein als apt-get.


Debian 9 Stretch wird veröffentlicht

18.06.2017

18.06.17 Debian 9 Stretch Infos zur Veröffentlichung

Pressemitteilung Debian 9 Stretch veröffentlicht [de]

Informationen zur Debian-Stretch-Veröffentlichung [de]

Debian 9 Veröffentlichungshinweise (Releasenotes) [de]

Debian 9.0 Stretch has been released! [en]


17.06.17 Debian 9 Stretch wird heute veröffentlicht

siehe bits.debian.org


27.05.17 Ankündigung der Veröffentlichung

Debian 9 Stretch wird voraussichtlich am Samstag, den 17.06.17 veröffentlicht, wie auf der Mailing-Liste debian-devel-announce angekündigt wurde.


Persönliche Firewall für Linux: firewalld

15.06.2017

Mit Debian 9 Stretch ist es mir bislang nicht gelungen, die alte und von mir geschätzte Personal Firewall namens „Firestarter“ zum laufen zu bringen. Die Veränderungen im Betriebssystem sind so gravierend, dass man mit wenigen Handgriffen keine Chance hat, Firestarter anzupassen. Hier müßten Programmierer ran. Ich finde das wirklich sehr schade. Es war eine gut bedienbare Oberfläche mit allen wichtigen Funktionen, die man so erwartet und benötigt.

Auf der Suche nach einer Alternative bin ich über gufw gestolpert. Es wird offensichtlich von Ubuntu eingesetzt und empfohlen. Dieses Tool konnte mich allerdings überhaupt nicht überzeugen. Hübsche Icons allein sind nicht das was ich suche, sondern eine echte Hilfe, die Ports und Berechtigungen im Netz zu verwalten. Wenn dann noch eine Warnung erscheint wenn jemand eindringen will, bin ich schon glücklich. Das kann man hier alles vergessen.

Eine andere Alternative heißt firewalld und stammt aus der RedHat– bzw. Fedora-Familie, wo auch das allseits gehasste systemd und pulseaudio ihren Ursprung haben. Muß man das alles nicht mögen, aber das ist jetzt nunmal fester Bestandteil von Linux und somit Standard. Und da Abhängigkeiten und Inkompatibilitäten erzeugt wurden, fehlt die Möglichkeit hier frei auszuwählen.

Installieren kann man „firewalld“ mit
$ sudo apt-get install firewalld firewall-applet firewall-config

Das graphische Konfigurationstool startet man mit
$ firewall-config

Das Symbol in der Leiste der graphischen Oberfläche startet man manuell mit
$ firewall-applet

Momentan teste ich diese Firewall. Es kam zu keinen Abstürzen oder ähnlichen Problemen. Allerdings ist auch diese Firewall nicht so einfach zu bedienen wie Firestarter und meldet bislang auch keine Eindringversuche. Wenn ich mal die Zeit finde, werde ich selber versuchen, meinen Computer als ungebetener Gast zu betreten. Mal sehen ob es dann eine Reaktion gibt.


Skype mit Abschaltungen zum 01.07.17

13.06.2017

Wie ich vor über 3 Monaten bereits berichtet habe, steht die neue Version 5.3.0.1 von Skype in den Startlöchern. Und wie befürchtet, wird es wieder brutale Abschaltungen geben. Die aktuell noch unter Linux laufende Version 4.3.0.37 wird dann nicht mehr laufen und es wird für die neue Software ein 64-Bit-Computer mit einem 64-Bit-Linux benötigt. Wenn die Ankündigung von Microsoft stimmt, wird auch Debian 7 nicht mehr unterstützt.

An alle meine Kontakte in Skype soll dies auch eine Info sein, dass ich möglicherweise ab dem 01.07.17 für länger oder für immer in Skype offline sein werde.

Siehe auch den Artikel bei zdnet.de Alte Versionen von Skype für Linux werden eingestellt