Posts Tagged ‘Debian 9 Stretch’

Ist mein Debian-Computer angreifbar seitens Spectre & Meltdown?

10.05.2018

Diese Frage beantwortet das Skript spectre-meltdown-checker. Es ist verfügbar für Debian 10 und für Debian 9 in den Backports. Unter Debian 10 kann es einfach installiert werden mit:

$ sudo apt install spectre-meltdown-checker
$ sudo spectre-meltdown-checker

Jetzt muß man eigentlich nur wissen, daß „vulnerable“ = „verwundbar“ oder „verletzlich“ oder „ungeschützt“ bedeutet. In der Regel kann man hier erkennen, daß uns die Hardware-Hersteller im Regen stehen lassen und Linux die Kohlen aus dem Feuer geholt hat. Ansonsten könnte man die Prozessoren nur noch in den Elektroschrott werfen.

Hinweis für Anwender von Debian 9:

Um aus den Backports installieren zu können, muß dies in /etc/apt/sources.list eingetragen werden. Z.B. mit

$ sudo nano /etc/apt/sources.list

und dort die folgende Zeile hineinkopieren, falls noch nicht vorhanden:
deb https://deb.debian.org/debian/ stretch-backports main

$ sudo apt update

und dann weiter wie oben, installieren und starten mit root-Rechten.

Wer die Backports ansonsten nicht benötigt, kann das .deb-Paket auch hier herunterladen und dann installieren mit

$ sudo dpkg --install PAKETNAME.deb


Advertisements

Inateck UA2001 USB3.0 to IDE + SATA Adapter

10.04.2018

Am Mittwoch Abend habe ich mir den Inateck UA2001 USB3.0 to IDE + SATA Adapter bei Amazon für 21,99 EUR + 3,99 EUR Versand = 25,98 EUR bestellt, am Donnerstag war das Geld abgebucht und am Samstag gegen 19:30 wurde geliefert.

Die mitgelieferte Software auf einer kleinen Mini-CD ist für Windows XP bis 8.1 geschrieben. Sie bedient den Taster, mit dem ein Backup möglich sein soll. Das läuft natürlich nicht unter Linux und war für mich auch uninteressant. Außerdem befindet sich auf der CD noch die Anleitung, die man auf dem mitgelieferten Papier kaum lesen kann, weil sie sehr klein ausgedruckt ist.

Bei mir hat das Gerät sofort mit 2,5″ Festplatten funktioniert und das auch mit ext4 oder ntfs und mehreren Partitionen unter Linux. Auch booten ist möglich. Wirklich toll!

Bei einer alten 3,5″ IDE-Platte gab es die ersten Schwierigkeiten. Die Platte wurde zwar hörbar mit Strom versorgt und lief an, aber ich konnte keine Daten lesen. Ähnliches habe ich auch bei Amazon in den Bewertungen gefunden.

Hier muß beachtet werden, daß der Jumper der Platte zu setzen ist. Mein Jumper stand auf Slave. Mit einem Wechsel auf CS (Cable Select) lief die Platte dann problemlos.

Auf der Platte kann man die Bedeutungen der Jumper-Stellung finden.


Debian 9 Stretch Update auf 9.4

10.03.2018

21.02.18 21:53 Ankündigung

Ein Update von Debian 9 Stretch (stable) auf 9.4 ist für Samstag, den 10.03.18 geplant.

Diese Info kann man in den Mailinglisten finden:
Upcoming stable point release
„The next point release for „stretch“ (9.4) is scheduled for Saturday, March 10th. Processing of new uploads into stretch-proposed-updates will be frozen during the preceding weekend.“


05.03.18 21:03 Details zum Update

[SUA 137-1] Upcoming Debian 9 Update (9.4)


10.03.18 Offizielle Nachricht

Debian 9 aktualisiert: 9.4 veröffentlicht


10.03.18 23:00 Ein paar inoffizielle Hilfen von mir

Die aktuell installierte Version kann man z.B. abfragen mit dem Befehl:
$ cat /etc/debian_version
9.3

Ein Update ist in jedem Fall empfehlenswert, da hiermit viele Sicherheitsupdates eingespielt werden. Da sich Debian 9 Stretch im Status „stable“ befindet, sollten keine Schwierigkeiten zu erwarten sein.

einlesen der Quellen mit
# apt-get update

installieren der Updates mit
# apt-get dist-upgrade

und optional noch die Platte säubern mit
# apt-get autoclean
# apt-get autoremove

$ cat /etc/debian_version
9.4

Wer sudo aktiviert hat, kann auch im Ubuntu-Stil alle Befehle in einer Zeile starten:
$ lsb_release -a && sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade && sudo apt-get autoclean && sudo apt-get autoremove && lsb_release -a

Distributor ID: Debian
Description: Debian GNU/Linux 9.4 (stretch)
Release: 9.4
Codename: stretch

Alle apt-get-Befehle lassen sich jetzt auch mit einem apt ausführen. Mit diesem neuen Befehl wird z.B. zusätzlich ein Fortschrittsbalken angezeigt. Insgesamt sollen die apt-Alternativen ein wenig interaktiver zu handhaben sein als apt-get.


Adobe Flashplayer unter Debian installieren

04.02.2018

Meine uralte Anleitung „Den Adobe Flashplayer unter Debian installieren“ funktioniert nicht mehr, weil das entscheidenende Paket flashplugin-nonfree nicht mehr vorhanden ist. Auch mein Workaround
Flash-Update meldet: Fehler 404 Not Found funktioniert seit einiger Zeit nicht mehr.

Aber auch wenn Flash ab 2020 Geschichte sein wird, gibt es aktuell noch immer Internet-Seiten, die nur mit Flash funktionieren.

Hier nun die für den Firefox unter Debian 9 getestete Lösung:

Zunächst binden wir die Quellen von deb-multimedia ein.

öffnen der sources.list mit root-Rechten, z.B. mit:

$ kdesudo kate /etc/apt/sources.list &
oder
$ sudo nano /etc/apt/sources.list

folgende Zeile (unten) hinzufügen:
deb https://www.deb-multimedia.org/ stretch main non-free

Quellen neu einlesen mit:
$ sudo apt update

Installieren des Schlüssels
$ sudo apt install deb-multimedia-keyring

aktualisieren aller Pakete
$ sudo apt dist-upgrade

nun können die Flash-Pakete installiert werden:

$ sudo apt install flashplayer-chromium flashplayer-mozilla ttf-dejavu ttf-xfree86-nonfree kde-config-flash-player

Wer entweder Chromium oder Firefox nicht installiert hat, sollte entweder zuvor die Browser installieren oder die entsprechenden Pakete aus der Befehlszeile entfernen.

Ich empfehle weiterhin, Flash im Firefox zu blocken, da Flash viele Sicherheitslücken aufweist. Nur wenn eine Seite unbedingt angesehen werden soll und wichtige Funktionen ohne Flash nicht funktionieren, würde ich dieses Plugin temporär freigeben.

Mit dem folgenden Befehl können die Einstellungen von Flash angepaßt werden:
$ kcmshell4 kcm_adobe_flash_player


„Skype for Linux“ speichert die Unterhaltungen nicht mehr lokal

13.01.2018

Noch ein Nachteil der neuen Version von Skype.

Skype 4.x hat die Gesprächsprotokolle unter ~/.Skype/SKYPEUSERNAME/main.db im SQL-Format lokal auf der Festplatte gespeichert. Es gab die Möglichkeit, mit Hilfe des „DB Browser for SQLite“ in diese Datei hineinzusehen. (Debian-Paket sqlitebrowser)

Seit „skypeforlinux“ werden alle Nachrichten nur noch in der Cloud bei Microsoft gespeichert und für 2 Jahre vorgehalten. siehe Quelle

Hinzu kommt, dass ich bislang keine vernünftige Methode gefunden habe, Konversationen zu exportieren und zu speichern. – Ein wirklich scheußliches Tool.


Skype for Linux Update von 8.11.0.4 auf 8.13.0.2

09.01.2018

Da ich Skype sowieso nur noch kurzfristig starte, um Nachrichten zu checken, zu beantworten und dann das Tool schnell wieder schließe um RAM frei zu machen, ist es mir auch so ziemlich egal geworden was Microsoft mit diesem Tool noch so alles anstellt, um es unbenutzbar zu machen. Also können auch ruhig die neuesten Versionen auf dem Computer installiert werden. Wenn gar nix mehr geht, wir es deinstalliert und fertig. Wenn die Frustration erst einmal gewichen ist, geht es in die Phase des Desinteresses.

So erschien heute die Version 8.13.0.2. Es mußten 72,3 MB heruntergeladen werden und es werden nach der Installation nochmals 17,3 MB mehr auf der Festplatte verschwendet.

Anschließend hat man ziemlich genau die selben Funktionen wie zuvor, aber ein noch schwergewichtigeres Tool mit einer neuen Versionsnummer. Echt schick.


Swap ein- und ausschalten unter Debian 9

24.12.2017

bitte auf das Bild klicken, um das Video zu starten:

Ich zeige hier wie man im laufenden Betrieb unter Debian 9 den Swap ein- und ausschalten kann. Das Tool rechts heißt „Gnome System Monitor“, das Tool links ist Gparted.

Um den Swap dauerhaft zu ändern muß die /etc/fstab editiert werden. Aber darum ging es mir bei dieser Vorführung nicht.

Übrigens noch ein paar technische Infos zu dem Video:

Video mit recordmydesktop als .ogv am 04.12.17 aufgezeichnet
Audio mit dem Moto G5 als .ogg am 18.12.17 aufgezeichnet (zu dem Smartphone wird es von mir in Zukunft sicher noch einiges an Infos geben)

Video mit vlc zu .mp4 gewandelt
Audio mit WinFF zu .wav gewandelt

Beides mit avidemux zu einer mp4 gewandelt. Hierbei das Video nur kopiert und das Audio in AAC (Faac) gewandelt und hineingemuxt.


Debian 9 Stretch Update auf 9.3

10.12.2017

17.11.17 07:38 Version 9.3 ist in Arbeit

Ein Update von Debian 9 Stretch (stable) auf 9.3 wird möglicherweise am 09.12.17 erscheinen.

Siehe Diskussion Scheduling 9.3


19.11.17 16:13 Ankündigung

Ein Update von Debian 9 Stretch (stable) auf 9.3 ist für Samstag, den 09.12.17 geplant.

Diese Info kann man in den Mailinglisten finden:
Upcoming stable point release
„The next point release for „stretch“ (9.3) is scheduled for Saturday, December 9th. Processing of new uploads into stretch-proposed-updates will be frozen during the preceding weekend.“


05.12.17 16:25 Details zum Update

[SUA 132-1] Upcoming Debian 9 Update (9.3)


09.12.17 11:38 Das angekündigte Update ist bald verfügbar

09.12.17 11:38 Adam D. Barratt

The archive side of the point release has now finished, and an extra mirror update is in progress, so packages should start appearing on mirrors in the next couple of hours or so.


09.12.17 Offizielle Nachricht

Debian 9 aktualisiert: 9.3 veröffentlicht


10.12.17 14:15 Ein paar inoffizielle Hilfen von mir

Die aktuell installierte Version kann man abfragen mit dem Befehl:
$ cat /etc/debian_version
9.2

Ein Update ist in jedem Fall empfehlenswert, da hiermit viele Sicherheitsupdates eingespielt werden. Da sich Debian 9 Stretch im Status „stable“ befindet, sollten keine Schwierigkeiten zu erwarten sein.

einlesen der Quellen mit
# apt-get update

installieren der Updates mit
# apt-get dist-upgrade

und optional noch die Platte säubern mit
# apt-get autoclean
# apt-get autoremove

$ cat /etc/debian_version
9.3

Wer sudo aktiviert hat, kann auch im Ubuntu-Stil alle Befehle in einer Zeile starten:
$ lsb_release -a && sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade && sudo apt-get autoclean && sudo apt-get autoremove && lsb_release -a

Distributor ID: Debian
Description: Debian GNU/Linux 9.3 (stretch)
Release: 9.3
Codename: stretch

Alle apt-get-Befehle lassen sich jetzt auch mit einem apt ausführen. Mit diesem neuen Befehl wird z.B. zusätzlich ein Fortschrittsbalken angezeigt. Insgesamt sollen die apt-Alternativen ein wenig interaktiver zu handhaben sein als apt-get.


Skype 4.3.0.37 kann nicht mehr gestartet werden

24.11.2017

Während gestern (22.11.17) in China Skype für Smartphones aus den App-Stores geflogen ist, kann man sich ungefähr zeitgleich (23.11.17) auch mit Linux nicht mehr mit Skype einloggen. Statt dessen wird das Tool einfach kommentarlos beendet. Ganz so, als hätte das Tool einen Bug. (Mit wiederhergestellten Profildaten auf dem Stand von gestern und einem Start von Skype ohne Internet kann man allerdings noch das Tool starten.) Und – wie bereits aus der Vergangenheit bekannt – kann man nicht einmal mehr die Chat-Historie ansehen oder die Kontaktdaten sichern. Skype wird also offensichtlich vom Server aus beendet. Das ist halt die Art wie Skype mit seinen Kunden – und ganz besonders mit den Linux-Nutzern – umgeht.

Somit kommt die Abschaltung zwar 5 Monate später als erwartet, aber leider genau so sinnlos und brutal wie angekündigt. Computer und Betriebssysteme mit 32 Bit werden nicht mehr unterstützt, alte Skype-Versionen auch nicht und China ist vom Netz. Eine klassische lose-lose-Situation für ein Tool, mit dem jeder mit jedem weltweit über möglichst jede Hardware kommnuzieren können sollte. Und ein „Update“ sollte nicht bedeuten, dass vieles nicht mehr geht, sondern dass vieles besser läuft. „Up“ kommt von „hoch“. Und damit ist nicht allein die belegte Datenmenge im RAM oder auf der Platte gemeint, sondern vor allem die Funktionalität.

Die skype-debian_4.3.0.37-1_i386.deb hatte damals übrigens 19,2 MB, während die aktuelle skypeforlinux-64.deb (interne Version in skypeforlinux-64.deb/usr/share/skypeforlinux/version v1.8.1, aber bei der Installation wird 8.11.0.4 angezeigt) auf 69,1 MB kommt – beides komprimiert. Stellt sich die Frage, welche supertollen Funktionen sich in den zusätzlichen ca. 50 MB verstecken mögen…

Wer Wert auf seine Historie und die Kontaktliste legt, muß noch einmal Skype starten können. Also zunächst vom Internet trennen, dann den Ordner ~/.Skype aus dem letzten Backup wiederherstellen und Skype starten.

Nach dem Sichern der Chats kann der PC wieder mit dem Internet verbunden werden. Skype beendet sich dann von selber und läßt sich nicht mehr starten. Dann geht’s ans Deinstallieren der alten Version mit
$ sudo apt remove skype
und nach dem Download der aktuellen skypeforlinux-64.deb kann installiert werden mit
$ sudo dpkg --install skypeforlinux-64.deb

Nach dem Login kann man übrigens alle alten Kontakte wieder sehen, die man vor Jahren aus der Kontaktliste entfernt hat. Wie „schön“ dass nichts wegkommt… (Die Chat-Historie dieser alten Kontakte konnte ich allerdings nicht öffnen.)

Was noch alternativ bleibt ist ein Login mit dem Browser via web.skype.com. Das könnte auch mit einem 32-Bit-PC noch klappen. Es ist allerdings wesentlich umständlicher und wird sicher nur von wenigen genutzt werden.

Und hier noch ein Blick auf den RAM:


imagemagick bricht Konvertierung zu pdf ab

13.10.2017

Problem:

Wenn man viele jpg-Bilder in eine pdf konvertieren möchte, kann es vorkommen dass das Programm mit einer Fehlermdeldung abbricht, z.B.:

$ convert *.jpg Ausgabedatei.pdf
convert-im6.q16: DistributedPixelCache '127.0.0.1' @ error/distribute-cache.c/ConnectPixelCacheServer/244.
convert-im6.q16: cache resources exhausted `043.jpg' @ error/cache.c/OpenPixelCache/3945.
...
convert-im6.q16: too many exceptions (exception processing suspended).

In meinem Fall war also nach 42 Seiten der Cache-Speicher erschöpft.

Lösung:

Wir öffnen die Datei policy.xml mit root-Rechten, z.B.:
$ kdesudo kate /etc/ImageMagick-6/policy.xml

Wir prüfen zunächst wie viel RAM verfügbar ist und wie viel Speicher in /tmp frei ist. Dann geben wir mehr Speicher frei, z.B.:

RAM: 256MiB durch 1000MiB ersetzen in dieser Zeile:
<policy domain=“resource“ name=“memory“ value=“1000MiB“/>

/tmp: 1000MiB durch 5GiB ersetzen in dieser Zeile:
<policy domain=“resource“ name=“disk“ value=“5GiB“/>

Wenn der RAM-Bereich vollgeschrieben ist, greift das Programm auf den Ordner /tmp zu und schreibt dort viele recht große Dateien hinein, die mit magick- anfangen.

Wer mehr über die Parameter wissen möchte, kann hier weiter lesen.