Posts Tagged ‘systemd’

systemd als ntp-Client

11.12.2014

ab Debian 8 gibt es folgende zusätzliche Funktionen via systemd:

$ timedatectl status

Local time: Do 2014-12-11 10:53:25 CET
Universal time: Do 2014-12-11 09:53:25 UTC
RTC time: Do 2014-12-11 10:53:25
Time zone: Europe/Berlin (CET, +0100)
NTP enabled: no
NTP synchronized: yes
RTC in local TZ: yes
DST active: no
Last DST change: DST ended at
So 2014-10-26 02:59:59 CEST
So 2014-10-26 02:00:00 CET
Next DST change: DST begins (the clock jumps one hour forward) at
So 2015-03-29 01:59:59 CET
So 2015-03-29 03:00:00 CEST

Zeitsynchronisation über ntp aktivieren mit
$ timedatectl set-ntp true

Zeitsynchronisation über ntp deaktivieren mit
$ timedatectl set-ntp false

die config-Datei liegt hier:
/etc/systemd/timesyncd.conf

Quelle: debian-user-german Mailing Liste

Diese Funktion bläht das init-System weiter auf, macht Linux weiter abhängig von systemd und das Paket ntp überflüssig. Ob es eine Vereinfachung ist muß jeder selber entscheiden. Bei mir läuft ntp ohne systemd zuverlässig und bleibt erste Wahl.

ntp

P.S. Einen ntp-Clienten benötigt man, um die interne Computer-Uhr mit dem Internet synchnonisieren zu lassen. siehe hier


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Devuan = Debian – systemd

30.11.2014

Es gibt Neuigkeiten zu systemd im golem-Artikel Devuan droht Debian zu entzweien.

meine Meinung zu systemd

Eigentlich müßte der Artikel ja heißen, „systemd spaltet Debian“. Devuan ist da ja nur die Konsequenz aus den „dann-geh-doch-nach-drüben“-Rufen der systemd-Befürworter.

Aber ansosten bin ich ziemlich gespalten was dieses Tool angeht.

Einerseits halte ich es für überflüssig und würde lieber drauf verzichten. Andererseits halte ich eine Abspaltung von Debian für eine Überreaktion und möglicherweise für unrealistisch. So haben die systemd-Gegner mit der Größe der jeweiligen Datei argumentiert – sysvinit 36.992 Bytes und systemd 1.317.632 Bytes. Ja, das ist ungefähr 35x so viel an Daten. Aber wir sprechen hier von der Datenmenge einer Diskette. Und wenn man einen Fork von Debian bereitstellen will, dann sind das sehr sehr viele Gigabytes, die man neu kompilieren, pflegen und verteilen muß.

Was mir noch aufgefallen ist, ist die undemokratische und arrogante Art mit der dieses gehasste systemd durchgepeitscht wird. Es heißt „macht mit oder ihr seid draußen“ an alle Distributionen. Damit ist die Führerschaft über alle Distributionen beim Red Hat Programmierer Lennart Poettering – was er sagt bzw. programmiert ist jetzt die einzige Wahrheit für alle Linuxe – und BSD hat angekündigt auch folgen zu wollen. Dies gibt Poettering und somit Red Hat die Macht über Linux insgesamt. In der Politik nennt man sowas Gleichschaltung. Wäre systemd optional installierbar und hätte man die Möglichkeit zu sagen „ich schmeiß das runter“ und mache weiter wie bisher, dann wäre das eine sicher gute Option, um die Administration der verschiedenen Linuxe zu vereinfachen. Aber hier wird im wahrsten Sinne des Wortes eine extreme Abhängigkeit (eben auch der Pakete) erzeugt (siehe hier). So etwas kann nicht gut sein. Leider habe ich bislang noch keinen Kommentar von Linus Torvalds gelesen. Würde mich wirklich interessieren, was er dazu meint, dass sein System demnächst nicht mehr ohne Red Hat auskommt…

Es gibt ja Anleitungen wie man systemd deinstallieren kann bzw. wie man beim booten ein Laden dieser Software verhindern kann. Dies müßte ich einmal bei Gelegenheit an einer Testinstallation ausprobieren. Sollte das problemlos gehen, ist die ganze Diskussion incl. Fork so überflüssig wie systemd selber. Sollte das aber dauerhaft (!) schief laufen (also z.B. nicht wegen eines Bugs in Debian 8, denn das ist noch im Status testing), halte ich die politische Entscheidung pro-systemd für zukünftig problematisch.

systemadm

systemd System Manager

kann gestartet werden mit:
$ systemadm


und schon wieder systemd…

10.11.2014

Interview mit Lennart Poettering, Entwickler Systemd im Jahr 2011

(Zum starten des Videos bitte auf den Link oder das Foto klicken. Der golem-Code zum Einbetten des Videos in meine Seite funktioniert leider nicht.)

Ich kommentiere das besser nicht, denn sonst rege ich mich nur auf. In den Mailinglisten kursiert aber bereits die Bezeichnung „Lennart Poettering Linux„, denn ohne ihn und seine überflüssige Software läuft demnächst in keiner Distribution mehr etwas. Die Unterstützer dieser Gleichschaltungs-Software geben auch gerne Tips, wie sich die Gegner verhalten sollten: „…fuck off to another distro or to FreeBSD…“

Und schließlich möchte ich nochmals den zukünftigen alleinigen Bestimmer über Linux, Lennart Poettering, zitieren (Sat May 31 22:45:17 PDT 2014): Drop the udev firmware loader

„To make this clear, we expect that systemd and kernels are updated in lockstep. We explicitly do not support really old kernels with really new systemd. So far we had the focus to support up to 2y old kernels (which means 3.4 right now), but even that should be taken with a grain of salt, as we already made clear that soon after kdbus is merged into the kernel we’ll probably make a hard requirement on it from the systemd side.

I am tempted to say that we should merge the firmware loader removal patch at the same time as the kdbus requirement is made. As that would be a clean cut anyway…

Also note that at that point we intend to move udev onto kdbus as transport, and get rid of the userspace-to-userspace netlink-based tranport udev used so far. Unless the systemd-haters prepare another kdbus userspace until then this will effectively also mean that we will not support non-systemd systems with udev anymore starting at that point. Gentoo folks, this is your wakeup call.

…Lennart Poettering, Red Hat“

Homepage des Projekts systemd.


offizielle Infos auf debian.org zu systemd

23.10.2014

Ich verlinke einfach einmal an dieser Stelle zum englischsprachigen
wiki.debian.org faq from Debian User systemd
wiki.debian.org Debate initsystem systemd
wiki.debian.org/systemd

Ich werde mich nicht daran versuchen, systemd zu deinstallieren solange alles läuft. Das Samba-Problem ist ja nun tatsächlich dauerhaft gelöst und andere Probleme sind mir im Zusammenhang mit systemd bislang nicht aufgefallen.


systemd-Diskussion

21.10.2014

Die systemd-Diskussion geht munter weiter. Hier 2 Links mit Infos wie man (angeblich) systemd deinstallieren oder vermeiden kann – ich hab beides nicht getestet und werde jetzt versuchen mit systemd zu leben (der Rechner fährt ja nun wieder schnell herunter).

Removing Systemd From a Debian Jessie System

Avoiding systemd isn’t hard


Debian 8 mit systemd und samba fährt wieder schnell herunter

21.10.2014

Ja, Debian 8 mit systemd und samba fährt wieder schnell herunter… aber ich weiß nicht wieso. Der Fehler Debian 8 fährt erst nach einer Wartezeit von ca. 5 Min herunter ist damit beseitigt.

Aber die Bugs sind weiterhin geöffnet, in den Foren wird diskutiert und einiges erzählt das mysteriös klingt, wie z.B. in how to boot in les than 8 minutes. Und dann hab ich heute mit folgenden Schritten den Erfolg erreicht:

1. System aktualisieren mit „$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade && sudo apt-get autoclean && sudo apt-get autoremove

2. Backup von /etc/samba/smb.conf erstellen

3. vollständiges entfernen von Samba mit „$ sudo apt-get purge samba“ (hat übrigens hat die Datei /etc/samba/smb.conf nicht gelöscht)

4. die Datei /etc/samba/smb.conf umbenennen, z.B. mit Hilfe von „$ kdesudo dolphin /etc/samba/

5. System nochmals aktualisieren mit „$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade && sudo apt-get autoclean && sudo apt-get autoremove

6. Samba neu installieren „$ sudo apt-get install samba“ liefert die Fehlermeldung

grave Fehler von samba (→ 2:4.1.11+dfsg-2)
b1 - #740942 - [samba] /etc/init.d/samba forbit systemd shutdown system
Zusammengeführt mit: 759358 761953 762002 762087 764569 764615

Trotzdem installieren! Liefert Fehlermeldung:

libkdc2-heimdal:amd64 (1.6~rc2+dfsg-8) wird eingerichtet ...
samba (2:4.1.11+dfsg-2) wird eingerichtet ...
Job for smbd.service failed. See 'systemctl status smbd.service' and 'journalctl -xn' for details.
invoke-rc.d: initscript smbd, action "start" failed.
dpkg: Fehler beim Bearbeiten des Paketes samba (--configure):
Unterprozess installiertes post-installation-Skript gab den Fehlerwert 1 zurück
attr (1:2.4.47-2) wird eingerichtet ...
Trigger für libc-bin (2.19-11) werden verarbeitet ...
Fehler traten auf beim Bearbeiten von:
samba
E: Sub-process /usr/bin/dpkg returned an error code (1)

7. Es erscheint die gleiche Fehlermeldung mit „$ sudo apt-get -f install„. Auch „$ systemctl status smbd.service“ liefert Fehlermeldungen. Samba läuft nicht.

8. Ich kopiere die /etc/samba/smb.conf wieder zurück (die Datei wurde mit der Installation nicht neu angelegt) und noch immer will Samba nicht laufen.

9. Nach einer längeren Zeit (ca. 30 Minuten) habe ich die gesamte Update Zeile erneut gestartet „$ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade && sudo apt-get autoclean && sudo apt-get autoremove“ – Samba wurde korrekt eingerichtet und der Server gestartet!

10. Mehrmaliges Rebooten hat sehr schnell funktioniert und der Server ist erreichbar, Fehlermeldungen von „$ systemctl status smbd.service“ nicht mehr vorhanden.

Wer das versteht, möge bitte kommentieren! Danke! (Und jetzt gehe ich meine Glaskugel putzen…)


Nachtrag 21.10.14 19:40

Ich staune noch immer…

$ apt-listbugs list samba
Laden der Fehlerberichte … Erledigt
»Found/Fixed«-Informationen werden ausgewertet … Erledigt
grave Fehler von samba (→ )
b1 - #740942 - [samba] /etc/init.d/samba forbit systemd shutdown system
Zusammengeführt mit: 759358 761953 762002 762087 764569 764615
Zusammenfassung:
samba(1 Fehler)

Aber das System fährt wieder super herunter.


systemd könnte Debian spalten

20.10.2014

Wie ich bereits berichtet habe, greift systemd tief ins System ein und läßt sich momentan auch nicht aus Debian 8 Jessie (testing) entfernen. Es sorgt dafür, dass mit einem aktiven Samba-Server ein Shutdown mit einer 5minütigen Wartezeit verlängert wird. Diesen Bug kann momentan nur umgehen, indem man den Samba-Server abschaltet. Gnome scheint sich aber bereits von systemd abhängig gemacht zu haben. Nun regt sich Protest und es wird gedroht, Debian zu spalten und einen Fork zu starten. – Es wird immer trauriger, was ein ungeliebtes Stück Software aus einem Projekt machen kann…

Um es ganz klar zu sagen: Ich mag systemd genau so wenig wie pulseaudio. Das sind beides unnütze Programmschnippsel, die das System langsam und instabil machen. Es muß aber doch andere Wege geben, als Debian aufzuspalten. Es kann doch nicht sein, dass ein einziger Programmierer mit blöden Ideen das gesamte Projekt gefährdet. Und es kann auch nicht sein, dass andere Programme wie Skype auf pulseaudio und Gnome auf systemd bestehen. Was passiert hier? Hat Lennart Poettering etwa vor, Linux so großen Schaden zuzufügen, dass nur noch ein Wechsel auf ein kommerzielles Betriebssystem übrig bleibt? Einen Nutzen sehe ich in seinen Tools nicht.


Hier der Artikel bei computerbase.de „Erneute Diskussion um Systemd bei Debian„.

debianfork.org


hier noch der originale Text auf ~~~ debianfork.org ~~~

Shall we fork Debian™? :^|

Who are you?!

We are Veteran Unix Admins and we are concerned about what is happening to Debian GNU/Linux to the point of considering a fork of the project.
And why would you do that?

Some of us are upstream developers, some professional sysadmins: we are all concerned peers interacting with Debian and derivatives on a daily basis.

We don’t want to be forced to use systemd in substitution to the traditional UNIX sysvinit init, because systemd betrays the UNIX philosophy.

We contemplate adopting more recent alternatives to sysvinit, but not those undermining the basic design principles of „do one thing and do it well“ with a complex collection of dozens of tightly coupled binaries and opaque logs.
Are there better solutions than forking?

Yes: vote Ian Jackson’s proposal to preserve freedom of choice of init systems.

Then make sure sysvinit stays the default for now, systemd can be optional.

Debian leaders can go on evaluating more init systems, just not impose one that ignores the needs of most of its users.
Why don’t you do that yourselves?

We are excluded from voting on the issue: only few of us have the time and patience to interact with Debian on a voluntary basis.

Now we do what we can, hoping our concerns will be heard by those who can cast a vote about it.

[edit/clarification]
Since this seems to be one of the most prominent critiques, we’d like to clarify this point.
With lack of time and patience we refer to our possibility to be involved in a complex
bureaucratic system like the one governing Debian. While we respect this way of working,
we think that our time is better invested in new directions, also according to our expertise.

Is really all this fuss necessary?

To quote Ian Jackson:

„This resolution is not only important within Debian, and not only for jessie (its next release). It is also important feedback for upstreams, and our peer distros and downstreams“.
Why is this happening in your opinion?

The current leadership of the project is heavily influenced by GNOME developers and too much inclined to consider desktop needs as crucial to the project, despite the fact that the majority of Debian users are tech-savvy system administrators.
Can you articulate your critique to systemd?

To paraphrase Eric S. Raymond on the issue, we see systemd being very prone to mission creep and bloat and likely to turn into a nasty hairball over the longer term.

We like controlling the startup of the system with shell scripts that are readable, because readability grants a certain level of power and consciousness for those among us who are literate, and we believe that centralizing control services, sockets, devices, mounts, etc., all within one daemon is a slap in the face of the UNIX philosophy.
How long are your beards?

This is not a beard contest, rest assured the furry ones among us are not sheeps.
To sum it up?

If systemd will be substituting sysvinit in Debian, we will fork the project and create a new distro. We hope this won’t be necessary, but we are well prepared for it.
We need to talk.

Sure, write an email to VUA@debianfork.org.
Are you guys alone in this?

Not at all, there are more protests against the imposition of systemd on users.

This article is a good introduction to the issue at hand: Systemd: Harbinger of the Linux apocalypse.

There is the boycott systemd website providing several references.

Then there is the „systemd fork“ called uselessd with some good points and lots of lulz.

The wikipedia page lists also some critiques in its systemd reception section.

With our protest we intend to represent the discontent of Debian users, because that’s who we are. We intend to keep using Debian on our servers, or a fork if necessary. Others might have other goals, but we all share a common problem: systemd being imposed on us.
Thanks for doing this. How can I help?

Cheers.

You can help by talking to fellow Debian developers and convince them of how wrong is to betray a very big and relevant userbase by listening to desktop needs.

Also it can be helpful to monitor and update the Wikipedia page about systemd.
How are people reacting to your protest?

Here below some of the messages we are receiving. If you write us please specify if you allow us to quote your nick, else we may quote you anonymously, or not quote you at all if you specify so.

~~~


Nachtrag 20.10.14 18:55

Ich hätte es nie so formuliert, aber andere scheinen genau wie ich zu denken und zu fühlen. Ich hab sehr gelacht :-)

Hier die künstlerische Umsetzung in Musik „fuck systemd“

und ein Text dazu

„Fuck Systemd. It is passionless static, worthless.
Only here to force us in a direction.

And Linus Trovalds agrees 100% with that direction.
But he never claimed to be brilliant
nor have good taste in women
nor be uncorruptable
(got to keep that RedHat stock valuable)

This was recorded in the morning
Fuck Systemd.
Fuck Lennart Poettering.“

Link zur Quelle


Nachtrag 20.10.14 19:00

Ich war mit meinem Artikel oben übrigens schneller als golem! :-)

Systemd-Diskussion – Debian könnte geforkt werden


systemd loszuwerden ist gar nicht so einfach

13.10.2014

zum Artikel bei pro-linux.de Debian Projektleiter bestätigt Verfügbarkeit von SysVinit in Debian 8 Jessie

Wenn man aktuell das Paket systemd-shim installieren will, erhält man allerdings ein paar kritische Fehlermeldungen:

grave Fehler von cgmanager (→ 0.32-4)
b1 – #754850 – regression: no suspend/hibernate on non-systemd systems
Zusammengeführt mit: 757348 758746
grave Fehler von systemd-shim (→ 8-2)
b2 – #756076 – does not cleanup sessions when user logs out: No such interface ‚org.freedesktop.systemd1.Scope‘

Vermutlich ist warten die beste Alternative und systemd so lange hinnehmen. Oder einfach weiter Debian 7 benutzen.


Debian 8 fährt erst nach einer Wartezeit von ca. 5 Min herunter

08.10.2014

Problem:

Nach einem
# shutdown -h now
oder einem „Rechner ausschalten“ über die Menüs fährt der Computer nicht mehr sofort herunter, sondern geht auf Textebene, sperrt sämtliche Eingaben und zwingt einen bei einem Countdown ca. 5 Minuten lang auf diese Zeile zu schauen:

[ *** ] A stop job is running for LSB: ensure Samba daemons ... 17s / 5min 6s)_

Lösung:

Bislang nicht vorhanden. Ich verdächtige systemd.


Nachtrag 09.10.14

Bug#762087: samba: systemd and samba stop computer wait of 5 minutes


Nachtrag 16.10.14

Problem ist leider noch immer vorhanden.

a stop job is runnung for LSB ensure samba daemons


Nachtrag 21.10.14 seltsame Lösung

Debian 8 mit systemd und samba fährt wieder schnell herunter


KDE-Neustart

12.09.2014

Debian 8 läuft bei mir aktuell nicht gerade optimal. Ich habe die Vorinstallation von pulseaudio nicht entfernt, um Skype-Telefonie nutzen zu können und muß jetzt mit diversen Problemen leben. Noch schlimmer ist das frisch installierte systemd. Seit das im Hintergrund arbeitet, läuft Linux ungefähr so instabil wie man es von Windows kennt. Der Computer ist auch zum ersten Mal beim runterfahren hängengeblieben. Das kenne ich bislang nur von Windows. Pulseaudio und systemd greifen tief ins System ein, verschwenden Ressourcen, fassen diverse Funktionen zusammen und erzeugen eine Abhängigkeit, ohne die alles flüssiger und einfacher lief. (So quält sich gerade ein anderes systemd-Opfer mit automount herum.) Der Verantwortliche Programmierer für beides ist Lennart Poettering, wie man im Artikel auf pro-linux.de erfahren kann. Leider springen die Anbieter von Skype auf den pulseaudio-Zug und Debian auf den systemd-Zug auf, sodass der User kaum eine Wahl hat.

Systemd startet scheinbar alle Prozesse gleichzeitig. Beim Booten geht die Lampe der Festplatte gar nicht mehr aus. Wenn dann der Lautstärkeregler starten möchte, aber der Sound noch gar nicht bereit ist, erscheint auch kein Lautstärkeregler. Wenn die Firewall da ist, aber das Netz noch nicht, zickt die Firewall. Wenn ich meinen Stundengong (aplay via cron-Dämon) betrachte, dann gongt es seit einiger Zeit erst, wenn ich die Musik via audacious beende. Wenn ich stundenlang Musik gehört habe, dann gongt es am Ende mehrmals gleichzeitig – ein echtes Erlebnis dieses laute Scheppern! Vielleicht sollte ich diese Funktion einfach abschalten. Oder den PC abschalten und einfach spazieren gehen?

In jedem Fall hab ich gelernt wie man die KDE-Oberfläche im Betrieb neu starten kann. Mit Alt-F2 die Eingabezeile aufrufen und dort folgende Zeile hineinkopieren:
killall plasma-desktop && plasma-desktop

Noch mehr Problemlösungen zu KDE findet man im wiki.ubuntuusers.de.


Nachtrag 12.09.14

Ein entfernen von systemd soll grundsätzlich möglich sein durch Installation von sysvinit, ist aber leider zur Zeit unlösbar.

# apt-get install sysvinit-core
Paketlisten werden gelesen... Fertig
Abhängigkeitsbaum wird aufgebaut.
Statusinformationen werden eingelesen.... Fertig
Die folgenden Pakete werden ENTFERNT:
systemd-sysv
Die folgenden NEUEN Pakete werden installiert:
sysvinit-core
0 aktualisiert, 1 neu installiert, 1 zu entfernen und 0 nicht aktualisiert.
Es müssen 130 kB an Archiven heruntergeladen werden.
Nach dieser Operation werden 182 kB Plattenplatz zusätzlich benutzt.
Möchten Sie fortfahren? [J/n] J
Holen: 1 http://ftp.de.debian.org/debian/ jessie/main sysvinit-core amd64 2.88dsf-53.4 [130 kB]
Es wurden 130 kB in 3 s geholt (38,1 kB/s).
Laden der Fehlerberichte ... Erledigt
»Found/Fixed«-Informationen werden ausgewertet ... Erledigt
critical Fehler von sysvinit-core (→ 2.88dsf-53.4)
b1 - #757588 - sysvinit-core: installation fails when systemd is present
serious Fehler von sysvinit-core (→ 2.88dsf-53.4)
b2 - #754338 - [sysvinit-core] Incorrect priority (required) (Gelöst: 2.88dsf-55.3)
Zusammenfassung:
sysvinit-core(2 Fehler)
Sind Sie sicher, dass Sie die oben genannten Pakete installieren bzw. ein Upgrade von ihnen wollen? [Y/n/?/...] n
********************************************************
Beenden mit Fehler wurde erzwungen, um die Installation zu beenden.
********************************************************
E: Unterprozess /usr/sbin/apt-listbugs apt hat Fehlercode zurückgegeben (10)
E: Failure running script /usr/sbin/apt-listbugs apt