Intenso Memory Center 4TB

13.08.2017

13.08.17 11:30

Ich hatte die Platte jetzt über eine längere Zeit im PC im Einsatz und noch einmal in das externe Gehäuse eingebaut um zu sehen, ob sie – so wie sie ist – lesbar ist. Auch das hat nicht geklappt. Nun ist das Gehäuse im Elektroschrott und ich überlege wie ich die Platte intern einsetzen kann, aber die meiste Zeit stromlos machen kann, denn sie soll als Datenarchiv arbeiten und muß nicht ständig am Saft hängen. Bislang habe ich mehrere Lösungen gefunden:
1. Ein an die Frontseite geführter Schalter, der allerdings sehr schlecht bewertet wurde und offensichtlich die Hardware schrotten kann.
2. Ein Festplatten-Einbaurahmen mit Schalter.
3. Ein SATA-Strom-Verlängerungskabel, das ich bei Bedarf verbinde. Hierzu muß dann der PC an einer Seite offen stehen. Das sieht nicht so schön aus, verhindert aber Hitzestau.
4. Ein anderes externes USB-Gehäuse.
5. Ein externer USB-Adapter.

Hier noch die Fehlermeldungen, der intern formatierten und erfolgreich bespielten Festplatte nachdem ich sie wieder in das mitgelieferte Gehäuse gebaut habe:


29.12.15 14:00

Nun möchte ich einmal einen längeren Artikel schreiben, der fast in Echtzeit nach und nach erweitert werden soll. Er soll zeigen, welche Erfahrung ich mit der Bestellung, dem Gerät und meinen Basteleien gemacht habe. Es lohnt also, diesen Artikel in ein paar Stunden, Tagen etc. nochmals zu öffnen. ;-) Ich werde immer das Datum und die grobe Uhrzeit über den neuen Bereich schreiben. Fotos etc. folgen später.

Das Intenso Memory Center 4TB ist eine externe 3,5 Zoll Festplatte mit LED Anzeige im Kunststoffgehäuse mit USB 3.0, USB Kabel, 12V= 1,5A Netzteil.

Am Sonntag habe ich die Platte bei pollin.de bestellt. Die Lieferung wurde gestern um 18:02 Uhr angekündigt und erfolgte heute kurz nach 13:00. Eine Lieferzeit von etwas mehr als einem Werktag von Bayern ins Ruhrgebiet ist schon rekordverdächtig. Ich konnte mir online durch anklicken des Newsletters einen Gutschein in Höhe von 5 EUR sichern, sodass die Versandkosten von 4,95 EUR mehr als ausgeglichen wurden. Der Endbetrag von 107.90 EUR ist noch nicht abgebucht. Ich bin seit ca. 20 Jahren Kunde bei Pollin, auch wenn ich in letzter Zeit wenig bestellt habe. Momentan unterbieten sie mit dieser Festplatte allerdings jedes andere Angebot und auch sich selber bei Amazon. Eigentlich brauche ich keine externe Festplatte, sondern eine interne, aber externe Platten sind momentan wesentlich preiswerter als interne. Ich möchte meine aktuelle interne mit 500 GB durch diese mit 4000 GB ersetzen – das ist zumindest mein Ziel. Quasi das was ich aktuell habe, nur mit ca. dem 8fachen Speicher. :-)

Hier ein paar erste Informationen über das Laufwerk:

$ lsusb
Bus 002 Device 005: ID 174c:55aa ASMedia Technology Inc. ASMedia 2105 SATA bridge

$ sudo fdisk -l
Device Boot Start End Sectors Size Id Type
/dev/sdb1 256 976751999 976751744 3,7T c W95 FAT32 (LBA)

gparted zeigt die Platte so an:

Intenso Memory Center 4TB ext

und kinfocenter liefert die Laufwerksbezeichnung ST4000DM000

Im Innern müßte sich also diese Seagate Festplatte befinden, die mit FAT32 zwar sehr kompatibel formatiert wurde, aber auch keine Dateien speichern kann, die größer als 4GB sind. Um das zu ändern müßte man auf NTFS (nutzbar unter Windows und Linux) oder ext4 (sehr stabil, aber nur für Linux) wechseln. In meinem Fall wird es wohl ext4 werden.


29.12.15 17:00

Es existiert eine Video-Anleitung für genau diese Festplatte. Da ich vorhin die Platte getestet habe und ich tatsächlich Daten schreiben und lesen kann, werde ich später nach dieser Anleitung den Ausbau probieren.


29.12.15 19:00

Der Ausbau hat genau wie im Video beschrieben funktioniert. Das war eine große Hilfe!

Ich bin allerdings mit einem stabilen Messer in die Schlitze gegangen und habe die Abdeckungen damit etwas angehoben und dann mit einem noch stabileren Schlitz-Schraubendreher dann rundum aufgehebelt. Es scheint dabei nichts kaputt gegangen zu sein.

Ein Tip von mir: Die 4 Schrauben die auch in dem Video entfernt wurden, scheinen seitlich in die Festplatte zu passen. Damit kann man scheinbar die Platte im PC befestigen! Ich werde es gleich probieren und berichten. :-)

Stimmung: Wie Weihnachten! :-)


29.12.15 20:00

Die Schrauben haben gepasst!

Nun habe ich die Platte eingebaut und erhalte über gparted folgende Fehlermeldung:

Intenso Memory Center 4TB int 1

Intenso Memory Center 4TB int 2

Lösungsversuche folgen später.


30.12.15 01:00

Die FAT32-Partition war sowieso leer und ich habe mich nicht weiter damit beschäftigt. Statt dessen habe ich die Partition mit gparted gelöscht und eine neue in ext4 angelegt in der Größe meiner Debian 8 Partition. Aktuell läuft Debian 7 und ich kopiere das installierte Debian 8 Bit-für-Bit (mit dd siehe hier) auf die neue Platte mit:

# dd if=/dev/sda8 of=/dev/sdb1

Für die 20 GB braucht der Computer ungefähr 20 Minuten. Dann will ich noch Platz für 2 weitere Linux-Partitionen lassen und morgen Debian 7 mit dd hinein kopieren und eine ziemlich große Swap-Partition einrichten. Ich habe nur 2 GB RAM und denke über 10 GB Swap für Notfälle nach. Speicher ist ja nun vorhanden… Der Rest steht dann für Daten zur Verfügung und wird ebenfalls mit ext4 formatiert.


30.12.15 01:05

# dd if=/dev/sda8 of=/dev/sdb1
41013248+0 Datensätze ein
41013248+0 Datensätze aus
20998782976 Bytes (21 GB) kopiert, 1132,41 s, 18,5 MB/s

1132 Sekunden sind fast 19 Minuten. Da hab ich doch gut geraten! :-) Das war’s für heute. Gute Nacht!


30.12.15 10:00

Weiter geht’s.

Im nächsten Schritt habe ich mir wieder eine Partition angelegt, die genau so groß ist wie die zu kopierende Debian 7 Partition. Ja, das ist ein wenig Gefummel, weil man ja die Werte in MB eingeben soll, aber am Ende nur GB angezeigt werden. Hat aber doch geklappt.

20151230-0922

Dann habe ich die originale Debian 7 Partition auf sda ausgehängt (das geht mit der rechten Maustaste in gparted) und jetzt kopiere ich wieder ca. 20 GB von sda auf sdb:

# dd if=/dev/sda7 of=/dev/sdb2

Übirgens: Wenn man die Zielpartition zu klein wählt, erhält man eine Fehlermeldung. Das ist mir beim ersten Versuch mit Debian 8 auch „gelungen“ und sieht so aus:

dd: Schreiben in „/dev/sdb1“: Auf dem Gerät ist kein Speicherplatz mehr verfügbar
40960001+0 Datensätze ein
40960000+0 Datensätze aus
20971520000 Bytes (21 GB) kopiert, 1157,72 s, 18,1 MB/s

Ich habe dann einfach die Partition vergrößert und neu kopiert.


30.12.15 10:25

Erfolgsmeldung:

# dd if=/dev/sda7 of=/dev/sdb2
39061504+0 Datensätze ein
39061504+0 Datensätze aus
19999490048 Bytes (20 GB) kopiert, 1206,41 s, 16,6 MB/s

Das Kopieren hat diesmal etwas länger gedauert, weil ich nebenher noch am PC gearbeitet habe. Jetzt fehlt noch eine 3. leere Partition in ext4 mit 20 GB für ein weitere Installation eines Betriebssystems, dann 10 GB Swap und der Rest mit ext4 für Daten.


30.12.15 11:00

Es gibt Probleme, die ganz große, erweiterte Partition anzulegen:

GParted 0.19.0 –enable-libparted-dmraid –enable-online-resize
libparted 3.2
Erweiterte Partition Nr. 1 (extended, 3.59 TiB) auf /dev/sdb erstellen 00:00:00 (FEHLER)
Leere Partition erstellen 00:00:00 (FEHLER)
libparted-Benachrichtigungen (INFO)
partition length of 7713443840 sectors exceeds the msdos-partition-table-imposed maximum of 4294967295


30.12.15 14:00

Die Lösung sieht vermutlich so aus:

20151230 1411

20151230 1412

20151230 1115

Und dann alle Partitionen neu anlegen und alle Daten nochmals drauf kopieren. :-(


01.01.16 23:30

Normal habe ich meine Daten gern in einer einzigen Partition. Mit der msdos-Partitionstabelle ist es aber nicht möglich, mehr als 2 TB in eine Partition zu formatieren. Ich habe die Platte jetzt einmal so aufgeteilt:

Intenso Memory Center 4TB - int neu aufgeteilt mit 2 Daten-Partitionen

So richtig glücklich bin ich damit noch nicht… Am besten nochmal drüber schlafen… ;-)


Merkel hält eine Rede

13.08.2017


Musik erlaubt, Meinung verboten

12.08.2017

Ich kann nur nicht verstehen wieso sich US-Konzerne von undemokratischen Regimes zur Zensur zwingen lassen.


OK oder Abbrechen?

11.08.2017

Philosophie in Zeiten der IT


Steganografie beim WDR

10.08.2017

Vor vielen Jahren hat der WDR Computerclub bereits über Steganografie berichtet. Ein spannendes Thema, wenn man die Zuschauer bzw. Leser nicht für blöd hält. Ich kann mich noch gut draran erinnern, wie Wolfgang Back darüber gesprochen hat, auch wenn es schon ca. 20 Jahre her sein wird. Noch heute, am 10.08.17 kann man auf der privaten Seite von Wolfgang Back einen Artikel über Steganografie lesen und Code-Schnipsel finden. Sehr wahrscheinlich ist der Artikel älter als 15 Jahre. Wer etwas lernen möchte, liest diesen Artikel oder das Original unten. Wer etwas zu lachen haben möchte, liest meinen Artikel weiter und öffnet beide Links unten.

Es hat sich ein sogenannter „Internetexperte und Netzkenner der ARD“ rangemacht, einen Artikel von t3n umzuformulieren und von lästigen Quellenangaben zu befreien. Dieses Verfahren ist heute in den sogenannten „öffentlich-rechtlichen“ Medien allgemein üblich und wird uns als „Journalismus“ vorgesetzt. Copy-Paste geht ja nunmal auch wesentlich schneller als Recherche – und das Ergebnis ist wirklich beeindruckend!

links das Original von t3n (Datumsangabe der Seite 08.08.17),rechts die Kopie beim WDR (Datumsangabe der Seite 10.08.17) – beides sind Ausschnitte

Für das ungeschulte Auge ist nicht erkennbar, dass im rechten Bild eine zwangsvollstreckte Fernsehgebühr versteckt wurde, die jeder Bundesbürger zahlen muß, der in Deutschland in einer Wohnung lebt. Ein sogennanter „Netzkenner“ konnte die Sätze derart geschickt umstellen und „umschieben“, dass hierdurch bequem Gelder aus den Taschen der Bürger völlig unbemerkt und entsprechend ungehindert in die Taschen einer undemokratischen GEZ-Anstalt wandern konnten, die längst keinen Rückhalt mehr in der Bevölkerung genießt. Kein Wunder, dass bei dieser Masche die Qualität der Berichte keine Rolle mehr spielt. Es ist nicht so einfach, zu erkennen, was das Original und was die Fälschung von echtem Journalismus sein soll. Die kriminelle Organisation hofft möglicherweise ebenfalls darauf, unauffällig mit derartigen „Schieb-Informationen“ den größten Blödsinn im Rauschen der großen Geldmengen verstecken zu können. Sofern ein konkreter Verdacht vorliegt, lässt sich die Manipulation nachweisen – aber es ist kaum möglich, zum Beispiel jedes Bild in einer Webseite auf Verdacht hin zu untersuchen.

Fassen wir zusammen: Die Methode ist technisch sehr simpel, aber ihr Einsatz nur schwer bis gar nicht zu verhindern. Klingt nach einem idealen Werkzeug für Kriminelle, die bekanntlich keine Hemmungen haben und immer auf der Suche nach neuen Schlupflöchern sind. Die GEZ bietet da interessante Möglichkeiten. Gut möglich, dass bald schon Warnungen wie „Bitte alle Informationen ignorieren die von öffentlich-rechtlichen verbreitet werden!“ zu hören und zu lesen sein werden.


Debian 9 KDE friert plötzlich ein

07.08.2017

07.08.17 21:30

So ist das mit sporadischen Fehlern bei denen man die Ursache nicht genau einschätzen kann – man kann falsch liegen. Obwohl ich den Displaymanager ausgetauscht habe, ging es irgendwann weiter mit diesem Effekt, dass der Deskop plötzlich eingefroren ist und nur noch ein Drücken des Reset-Schalters geholfen hat. Ich habe dann vermutet, dass es auch ein Hardwaredefekt sein könnte und irgendetwas im PC so langsam stirbt.

Dann irgendwann kam ich nicht nur auf die Idee Strg-Alt-F1 zu drücken, sondern auch noch ungewöhnlich lange zu warten. Dann kommt man nämlich trotzdem irgendwann auf die Konsole. Dort erscheinen nach und nach folgende Meldungen:

[42087.392043] [drm:drm_atomic_helper_commit_cleanup_done [drm_kms_helper]] *ERROR* [CRTC:26:pipe A] flip_done timed out
[42097.632047] [drm:drm_atomic_helper_commit_cleanup_done [drm_kms_helper]] *ERROR* [CRTC:26:pipe A] flip_done timed out
[42107.872046] [drm:drm_atomic_helper_commit_cleanup_done [drm_kms_helper]] *ERROR* [CRTC:26:pipe A] flip_done timed out
[42631.648046] [drm:drm_atomic_helper_commit_cleanup_done [drm_kms_helper]] *ERROR* [CRTC:26:pipe A] flip_done timed out
[42641.888046] [drm:drm_atomic_helper_commit_cleanup_done [drm_kms_helper]] *ERROR* [CRTC:26:pipe A] flip_done timed out

Mit diesen Informationen habe ich herausgefunden, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen Bug im Grafiktreiber handeln wird, denn ich habe auch die i915-Grafik im Einsatz.

$ lspci -nnk | grep -i VGA -A2
...
Kernel driver in use: i915

Der Bug wäre dann hier zu finden:
https://bugs.freedesktop.org/show_bug.cgi?id=98810

von dort wird verwiesen auf einen anderen Bug, der bereits geschlossen und gefixt ist:
https://bugs.freedesktop.org/show_bug.cgi?id=101261

Als Lösung bzw. Patch wird „Disable MSI“ genannt, was mich wieder in eine Sackgsasse geführt hat.

Dann bin ich über einen Workaround gestolpert:
https://askubuntu.com/questions/893817/boot-very-slow-because-of-drm-kms-helper-errors, den ich wie folgt zitieren möchte:

1. sudo nano /etc/default/grub
Then add the kernel boot parameter: video=SVIDEO-1:d, so it will look like this:
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT=“quiet splash video=SVIDEO-1:d“
2. sudo update-grub
3. sudo reboot

Danach konnte ich wie üblich booten. Nun ist die Frage ob das Problem noch einmal auftritt, denn es kommt ja wie beschrieben nur sporadisch vor. Ich melde mich, wenn das Problem länger nicht auftaucht bzw. auch dann wenn es sich wieder um eine Sackgasse handeln sollte und es nichts gebracht hat.


08.08.17 00:00

Ein anderer Effekt des onboard-Grafikchips ist, dass das Bild hin und wieder zuckt. Das scheint ebenfalls ein Bug zu sein. In den Fehlerbeschreibungen ist von einem kurzen Bildausfall mit weniger als 1 Sekunde die Rede. Das kann hinkommen. Mein Monitor plus meine Augen machen daraus ein kurzes Zucken. Wenn ich die Kernelmeldungen abfrage, finde ich auch Hinweise auf Probleme (gemeint sind die 3 Error-Zeilen):

$ sudo dmesg -T | grep i915
[Mo Aug 7 17:11:48 2017] [drm] Initialized i915 1.6.0 20160919 for 0000:00:02.0 on minor 0
[Mo Aug 7 17:11:48 2017] i915 0000:00:02.0: fb0: inteldrmfb frame buffer device
[Mo Aug 7 19:27:23 2017] [drm:i965_irq_handler [i915]] *ERROR* CPU pipe A FIFO underrun
[Mo Aug 7 21:26:32 2017] [drm:i965_irq_handler [i915]] *ERROR* CPU pipe A FIFO underrun
[Mo Aug 7 23:39:12 2017] [drm:i965_irq_handler [i915]] *ERROR* CPU pipe A FIFO underrun

Hier die Bug-Meldungen dazu:

https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/linux/+bug/1550779
https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/xserver-xorg-video-intel/+bug/1522922

Also ich finde diese Grafik-Probleme nicht mehr lustig. Wenn es um komplizierte Animationen geht oder HD-Videos und dann zuckt es mal und gibt Probleme, kann ich das verstehen. Aber ich habe einfach nur ein paar simple Tools wie den Browser, Thunderbird und Texteditor etc. offen gehabt und dann zuckt es plötzlich ungefähr einmal die Stunde, dass man denkt die Hardware verreckt bald. – Was erlauben Intel??


13.08.17 22:30

Bislang ist das Problem nicht mehr aufgetreten. Mein Computer läuft also seit ca. einer Woche stabil. Es sieht sehr gut aus. :-)
Der Workaround in meinem Posting oben vom 07.08.17 21:30 scheint also eine mögliche Antwort auf das Problem zu sein.


16.05.17 – erste Vermutungen, die sich nicht bestätigt haben:

Das ist mir jetzt bereits zwei Mal an zwei aufeinander folgenden Tagen passiert, nachdem der Computer jeweils ca. 6 Stunden lief. Für Linux eigentlich überhaupt nicht typisch. Und die Festplatte war auch nicht aktiv, wie es z.B. der Fall ist, wenn der RAM voll ist und ausgelagert wird. Einmal konnte ich noch die Maus bewegen, aber ich konnte keine Aktionen mehr ausführen.

Ich hatte den neuen Displaymanager SDDM in Verdacht und seit ich ihn wieder durch LightDM ausgetauscht habe, trat dieses Problem nicht mehr auf.

Ich empfehle also den Displaymanager LightDM zu installieren:
$ sudo apt-get install lightdm lightdm-gtk-greeter lightdm-kde-greeter
und zu aktivieren:
$ sudo dpkg-reconfigure lightdm

Sollte ich später einmal feststellen, dass dies nicht die Lösung des Problems ist, werde ich das hier im Artikel entsprechend deutlich machen.


Das Wetter aus dem Singularitätenkalender

04.08.2017

04.08. Schönwetterlage. Warm, oft schwül, Rekordwerte der Temperaturen nochmals möglich.


Erläuterung:

Anfang der 80er Jahre habe ich als Schüler aus einem Schulbuch der Geographie den Singularitätenkalender für Mitteleuropa abgeschrieben. Dieser Kalender beschreibt wahrscheinliche Wetterlagen, die sich in der Vergangenheit häufig wiederholt haben.


Was tun gegen Spam-Mails?

26.07.2017

Leider gibt es bislang keine Automatik, die wirklich erfolgreich zwischen Spam und echter Mail unterscheiden kann.

So hat z.B. Arcor (also Vodafone) seinen Spam-Filter ungefragt einschaltet und filtert ca. 50% der echten Mails in den Spam-Ordner, der dann via POP3 nicht mehr abgerufen werden kann, sodass man sich regelmäßig über den Webbrowser einloggen muß, um dem Spam-Ordner zu überprüfen oder alle Dateien in den Posteingang zu verschieben und dann über POP3 doch herunterzuladen. Hinzu kommt, dass deren Spam-Filter nicht abschaltbar ist. Solche „Lösungen“ sind keine Hilfe.

Vodafone sendet außerdem seit ein paar Monaten die Telefonrechnung per Mail an die eigenen Kunden und hängt diese Rechnung tatsächlich als pdf an. Das gewöhnt die Kunden an dieses bequeme, aber gefährliche Verhalten, auf unverschlüsselte und nicht-signierte Mails zu vertrauen. – Aber ich schweife ab…

Das einzige was bei Spam wirklich hilft ist, selber alle Mails durchzusehen und selber zu bewerten. Klingt doof, ist aber so.

Der erste Schritt ist dabei ganz simpel: Man kann zunächst alle Mails als Spam löschen, bei denen man ganz sicher ist, dass man mit den entsprechenden Firmen, Personen etc. zuvor keinerlei Kontakt hatte und es sich um Spam handelt. Hier kann man bereits 99% des Mülls herausfiltern.

Aber die gefälschten Mails werden immer besser. Die Adresshändler geben meine Mailadresse und meinen Namen korrekt geschrieben an Verbrecher weiter und diese sind inzwischen in der Lage, Mails in einwandfreiem Deutsch mit Logos etc. zu formulieren. Es landen angebliche Mails von Amazon bei Amazon-Kunden und angebliche Bewerbungen in Personalbüros. Hier hat sich viel getan! Während die Spam-Filter genau so dämlich sind wie vor 10 Jahren, sind die Spam-Mails in den letzten 2 Jahren wesentlich intelligenter geworden!

Was also tun bei einer Mail, die von einem Absender kommt, den ich wirklich kenne? Amazon, ebay, meine Bank etc. schreibt mir z.B. eine Mail und sendet einen Anhang oder einen Link – – – und jetzt?

Schauen wir uns einmal mein Beispiel im Screenshot an. Eine Mail die ich tatsächlich so erhalten habe. Amazon hat mir eine Mail geschickt, dass mein Konto deaktiviert wurde. Tun wir mal so, als wäre ich da Kunde. Nun befürchte ich, dass das stimmen könnte was in der Mail steht.

Erste Reaktion: Keine Panik! In Ruhe nachdenken wie ich die Behauptung überprüfen kann ohne mich, meinen Computer, meine Daten und meinen Account zu gefährden.

Diese Mail ist nichts weiter als ein Indiz, dass etwas nicht stimmen könnte. Und genau das überprüfe ich nun. – Und wie? – In jedem Fall unabhängig von dieser Mail!

Ich lege diese Mail also beiseite und gebe im Browser amazon.de ein und logge mich wie gewohnt mit meinem Benutzernamen und Passwort ein. Wenn das ohne Probleme geht, lösche ich die Spam-Mail – wieder was gelernt. Wenn es nicht funktioniert, wird mir Amazon nach dem Login-Versuch ganz sicher weiterhelfen und z.B. mir eine echte Mail zusenden, mit der ich mein Konto wieder aktivieren kann. Auch dann ist die verdächtige Mail überflüssig und sollte im Mülleimer verschwinden.

Mit welchen Tricks arbeiten also die Verbrecher? Welche Eigenschaften der Anwender werden missbraucht? Was sind die Waffen im Krieg der Verbrecher gegen die Anwender?

1. Technische Unwissenheit des Anwenders – versus – gefälschter Mail-Absender
Hier kann man auf die Schnelle nicht viel ändern. Man sollte nach und nach dazulernen und z.B. sehen, wie man die Absender-Mailadresse herausfinden kann (im Browser die Maus über den Absender halten) oder wie man den Header einer Mail liest. Dies hilft in der akuten Situation eines unbedarften Anwenders aber leider nicht weiter.

2. Vertrauen der Anwender – versus – Wissensvorsprung der Verbrecher
Die Verbrecher kennen einige Daten der Benutzer. Namen und Mailadresse und teilweise sogar noch mehr sind ihnen verkauft worden oder wurden abgefangen oder von einem nicht ordentlich gesicherten Server gezogen und sind kein Beweis für die Echtheit einer Mail. Es ist zwar traurig und erschreckend, aber nicht zu ändern. Wir sollten diese Tatsache deshalb stets im Hinterkopf behalten und dementsprechend auch solchen Mails weniger Vertrauen schenken.

3. Unwissenheit des Anwenders – versus – Behauptung der Verbrecher „hier stimmt was nicht“
Der Benutzer kann zunächst nicht wissen ob „etwas nicht stimmt“. Aber der Benutzer kann es herausfinden! Und zwar UNBEDINGT OHNE die Links, Knöpfe, Anhänge oder sonstige „Hilfen“ aus der Mail einzusetzen!

4. Angst des Anwenders – versus – Verbrecher erzeugen Zeitdruck durch Fristen
Eine billige Psycho-Methode, mit der man einen schnellen Klick auf den angeblich rettenden Knopf oder Link oder Anhang provozieren will. – Nicht drauf reinfallen, nicht ablenken lassen, sondern in aller Ruhe und Besonnenheit handeln! Jetzt heißt es: Sich mit eigenen Mitteln (!) bei der Plattform einloggen und überprüfen, ob „etwas nicht stimmt“. Also Browser öffnen, manuell die url (= Webadresse, z.B. amazon.de) eintippen, Benutzername und Passwort eingeben und sehen was passiert.

5. Angst des Anwenders – versus – Verbrecher erzeugen Handlungsdruck durch finanziellen Schaden
Im Prinzip ist dies nichts weiter als eine Verstärkung von 4.

6. Bequemlichkeit des Anwenders – versus – Verbrecher liefern die „Lösung“ in der Mail
Die in der Mail angebotene Lösung (Knopf, Link, Anhang) ist die eigentliche Gefahr. Wer aus Bequemlichkeit drauf klickt, hat verloren. (Entweder steckt eine Schadsoftware dahinter oder ein Link führt uns zu einer gefälschten Seite, die dann die Amazon-Login-Daten abfangen soll. Eine Rettung, Hilfe oder Lösung sollten wir hier aber nicht erwarten.)

Ein simpler Login bei Amazon kann das alles also aufklären. Dies macht sicher wesentlich weniger Mühe als die Login-Daten an Verbrecher zu verlieren (die dann auf meine Kosten einkaufen können und vermutlich mein Login-Passwort ändern werden, sodass ich dann tatsächlich keinen Zugang mehr habe) oder Schad-Software auf den Computer zu laden, dabei eigene Daten zu verlieren und am Ende das Betriebssystem neu aufsetzen zu müssen.

Und wenn der Absender keine Plattform ist, sondern (angeblich) eine Person die ich kenne? – Wie wäre es mit folgenden Lösungen?

– Anrufen und fragen, ob die Mail echt ist.
– Anhänge, die möglicherweise schädlich sein könnten, nicht öffnen. Unter Windows erkennt man die Art von Dateien an der Datei-Endung nach dem Punkt, wobei bei mehreren Endungen die letzte Endung gilt. Eine .txt.exe ist also keine Text-Datei, sondern eine sehr wahrscheinlich gefährliche .exe (ausführbare Datei).
– Virenscanner täglich aktualisieren.
– Verdächtige Mails einige Tage liegen lassen, bis der Virenscanner aktualisiert ist und eine Chance gegen Bedrohungen hat. Denn: Ist die Bedrohung neuer als der Virenscanner, kann der Virenscanner die Bedrohung nicht erkennen. Logisch, oder?

Übirgens:
Als ich die Amazon-Mail mit dem Thunderbird heruntergeladen habe, konnte ich groß einen gelben Balken sehen „Thunderbird hat diese Nachricht als Junk eingestuft.“ und darunter als einzigen Text noch „Guten Tag Kai… ,“ dann nichts mehr. Hier hat der Thunderbird ein super Verhalten gezeigt im Vergleich zur Web-Oberfläche von gmx, die vermutlich noch Bilder etc. aus dem Netz nachgeladen hat und damit an die Verbrecher zurückgemeldet hat, dass ich die Mail geöffnet habe.


Debian 9 Stretch Update auf 9.1

22.07.2017

09.07.17 22:09 Ankündigung

Ein Update von Debian 9 Stretch (stable) auf 9.1 ist für Samstag, den 22.07.17 geplant.

Diese Info kann man in den Mailinglisten finden:
Upcoming stable point release (9.1)
„The first point release for „stretch“ (9.1) is scheduled for Saturday, July 22nd. Processing of new uploads into stretch-proposed-updates will be frozen during the preceding weekend.“


17.07.17 22:49 Details zum Update

[SUA 121-1] Upcoming Debian 9 Update (9.1)


22.07.17 13:16 Das angekündigte Update ist bald verfügbar

22.07.17 13:16 Adam D. Barratt

The archive side of the point release has now finished, and an extra mirror update is in progress, so packages should start appearing on mirrors in the next 2-3 hours or so.


22.07.17 17:41 Offizielle Nachricht

Debian 9 aktualisiert: 9.1 veröffentlicht


22.07.17 18:45 Ein paar inoffizielle Hilfen von mir

Die aktuell installierte Version kann man abfragen mit dem Befehl:
$ cat /etc/debian_version
9.0

Ein Update ist in jedem Fall empfehlenswert, da hiermit viele Sicherheitsupdates eingespielt werden. Da sich Debian Stretch im Status „stable“ befindet, sollten keine Schwierigkeiten zu erwarten sein.

einlesen der Quellen mit
# apt-get update

installieren der Updates mit
# apt-get dist-upgrade

und optional noch die Platte säubern mit
# apt-get autoclean
# apt-get autoremove

$ cat /etc/debian_version
9.1

Wer sudo aktiviert hat, kann auch im Ubuntu-Stil alle Befehle in einer Zeile starten:
$ lsb_release -a && sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade && sudo apt-get autoclean && sudo apt-get autoremove && lsb_release -a

Distributor ID: Debian
Description: Debian GNU/Linux 9.1 (stretch)
Release: 9.1
Codename: stretch

Alle apt-get-Befehle lassen sich jetzt auch mit einem apt ausführen. Mit diesem neuen Befehl erhält man z.B. zusätzlich einen Fortschrittsbalken angezeigt. Insgesamt sollen die apt-Alternativen ein wenig interaktiver zu handhaben sein als apt-get.


Debian 8 Jessie Update auf 8.9

22.07.2017

09.07.17 22:07 Ankündigung

Ein Update von Debian 8 Jessie (oldstable) auf 8.9 ist für Samstag, den 22.07.17 geplant.

Diese Info kann man in den Mailinglisten finden:
Upcoming oldstable point release (8.9)
„The next point release for ‚jessie‘ (8.9) is scheduled for Saturday, July 22nd. Processing of new uploads into jessie-proposed-updates will be frozen during the preceding weekend.“


17.07.17 22:50 Details zum Update

[SUA 122-1] Upcoming Debian 8 Update (8.9)


22.07.17 13:15 Das angekündigte Update ist bald verfügbar

22.07.17 13:15 Adam D. Barratt

The archive side of the point release has now finished, and an extra mirror update is in progress, so packages should start appearing on mirrors in the next 2-3 hours or so.


22.07.17 17:41 Offizielle Nachricht

Debian 8 aktualisiert: 8.9 veröffentlicht


22.07.17 18:45 Ein paar inoffizielle Hilfen von mir

Die aktuell installierte Version kann man abfragen mit dem Befehl:
$ cat /etc/debian_version
8.8

Ein Update ist in jedem Fall empfehlenswert, da hiermit viele Sicherheitsupdates eingespielt werden. Weil Debian Jessie im Status „oldstable“ ist, sollten keine Schwierigkeiten zu erwarten sein.

einlesen der Quellen mit
# apt-get update

installieren der Updates mit
# apt-get dist-upgrade

und optional noch die Platte säubern mit
# apt-get autoclean
# apt-get autoremove

$ cat /etc/debian_version
8.9

Wer sudo aktiviert hat, kann auch im Ubuntu-Stil alle Befehle in einer Zeile starten:
$ lsb_release -a && sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade && sudo apt-get autoclean && sudo apt-get autoremove && lsb_release -a

Distributor ID: Debian
Description: Debian GNU/Linux 8.9 (jessie)
Release: 8.9
Codename: jessie